17.05.2012, 13:52 Uhr
Jägerinnen und Jäger bieten Natur- und Umweltbildung, Waldpädagogik, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Biologie- und Sachkundeunterricht, Erlebnispädagogik und noch viel mehr. Lernen in und von der Natur, das ist unsere “Philosophie”.
Das war mal eine andere Schulglocke: Jagdhörner erklangen kürzlich auf dem Schulhof der Bersenbrücker Grundschule im Osnabrücker Land. Auf Einladung des Deutschen Jagdschutzverbandes kamen um die siebzig Kinder der ersten bis vierten Klassen freiwillig an einem Samstagnachmittag zur Schule. Anja Blank und Johannes Nagelschmitz begrüßten sie mit dem Jagdhorn und zeigten dabei gleich, welche Bedeutung ein solches „Jägerhandy“ bis heute hat.
Anhand von Frühjahrsboten wie Maiglöckchen und Buschwindröschen zeigten 15 Lernort Natur-Aktive aus Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen den Kindern die heimische Flora und Fauna und vermittelten das jagdliche Brauchtum. Unter den fachkundigen Augen von vier Lernort Natur-Referenten des DJV demonstrierten die Teilnehmer des „Lernort Natur Trainings“ ihr Können in der Naturpädagogik und bekamen hilfreiche Tipps für die Gestaltung zukünftiger Einsätze.
Beim Baumstammbalancieren mit verbundenen Augen konnten sich die Kinder körperlich erproben. Ein besonderes Erlebnis war die Münsterländer Hundedame Maya. Sie zeigte, wie Jagdhunde bei Lernort Natur eingesetzt werden können.
Mit diesem Lernort Natur-Seminar gibt der DJV neuen und erfahrenen Lernort Natur-Aktiven regelmäßig die Gelegenheit, sich auf praktische Einsätze vorzubereiten oder ihr Wissen auf den neuesten Stand zu bringen. Wenn nicht nur Jonas aus Bersenbrück am Schluss sagt: „Das war cool!“, dann hat sich der “Samstag auf der Schulbank” gelohnt – für beide Seiten.

Die beliebten zwölf Motive gibt es nun auch in wetterfester Ausführung auf Forex-Platten.
Die 59 × 84 cm (DIN A1) großen Tafeln sind einfach zu montieren und trotzen jedem Wetter. Vorgebohrte Löcher machen unterschiedlichste Anwendungen möglich. So lassen sich Natur-Lehrpfade einfach aber effekvoll gestalten.
Alle zwölf Motive sind für insgesamt 319 Euro bei der DJV-Service und Marketing GmbH über E-Mail info@djv-service.de oder Telefon 0228/ 38 72 90-0 zu bestellen.
Hier gehts zur Ansicht und Bestellung der Tafeln im Internet.
Wie klingt eigentlich der Wald? Welchem Tier gehören die Spuren auf dem Boden? Kann man in einer Hütte aus Weidenholz wohnen? Und vor allem – wie kann man Kinder für all das begeistern? Das zu vermitteln ist Inhalt der Seminare von Lernort Natur, der Bildungsinitiative des Deutschen Jagdschutzverbandes (DJV), die seit mehr als 20 Jahren besteht. „Natur erleben kann man nicht allein im Klassenzimmer“, sagt DJV-Bildungsreferent Ralf Pütz. „Dazu muss man raus – in die Natur eben.“ Das planen auch 16 Jägerinnen und Jäger, die sich gemeinsam in einem Lernort-Natur-Seminar in Bersenbrück (Kreis Osnabrück) auf ihre praktischen Einsätze mit Schulklassen vorbereiten wollen.
Zu diesem Termin möchten wir Sie herzlich einladen:
Erleben Sie das Abenteuer Lernort Natur
am Samstag, 28. April 2012
Beginn des Lernparcours ab 14 Uhr
(Referentengespräche ab 13 Uhr möglich)
Ort: Waldrand gegenüber der Grundschule
Overbergstraße 3 in 49593 Bersenbrück
Sie haben die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen von Lernort Natur zu werfen und den 16 Lernort Natur-Aktiven in Bersenbrück bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen. So erhalten Sie einen detaillierten Einblick in die vielfältige Weiterbildung der Jäger. Sie können zudem die Aktiven beim Praxistest begleiten: Jäger wenden ihr neues Wissen an und gehen mit Kindern einer Grundschule auf die Pirsch. Die heimische Tier- und Pflanzenwelt wird so auf spannende Weise begreif- und erlebbar. Lernort Natur ist bundesweit mit mehr als 1.500 speziell geschulten Jägerinnen und Jägern eine der größten Umweltbildungsinitiativen Deutschlands. Das DJV-Projekt richtet sich in erster Linie an Kinder und Jugendliche. Im Vordergrund steht dabei das erlebnisorientierte Lernen.
Bereits seit mehr 20 Jahren investieren die Jäger monatlich etwa 6.000 Stunden in ihr ehrenamtliches Engagement, um dem Nachwuchs die heimische Flora und Fauna wieder nahe zu bringen. Die Erfolgsbilanz spricht für sich: Mehr als 200.000 Kinder entdecken so jedes Jahr den Abenteuerspielplatz Natur für sich neu.

02. April 2012 (djv) Esslingen
Wie man den Wald zum Klassenzimmer machen kann, das wollten kürzlich 13 Lernort Natur-Aktive in Esslingen bei Stuttgart erlernen und erfahren. Nachdem die Seminarreihe – übrigens eine der erfolgreichsten Initiativen der Naturpädagogik in Deutschland – in den letzten Jahren vorwiegend in nördlichen Bundesländern stattfand, ging es nun in den sonnigen Süden. Unter Leitung der DJV-Referentin Nathalie Bunke aus Berlin standen zunächst die Grundlagen zu Versicherungen, Aufsichtspflicht, Materialangebote und Finanzierungsmöglichkeiten auf dem Programm. An der frischen Luft machte die Jägerin Bunke dann die praktische Naturpädagogik erlebbar. Dort zeigte Sie Methoden, wie der „Unterrichtsraum Wald“ alters- und zielgruppengerecht genutzt werden kann.
Lehrreich, spannend und anregend, lautete das Fazit der Teilnehmer. Wieder einmal zeigte sich, dass nicht nur Kinder und Jugendliche für die praktische Naturpädagogik begeistert werden können. Mit dieser „Grundausbildung“ bereitet der DJV seit vielen Jahren erfolgreich die Lernort Natur-Aktiven aus den Kreisjägerschaften auf ihre Einsätze in Wald und Flur vor. Und auch „Alte Hasen“ sind dabei, um ihr pädagogisches und organisatorisches Wissen auf zu frischen. Erfreulich ist auch, dass immer mehr externe Teilnehmer, also Mitglieder anderer Verbände oder Nichtmitglieder dabei sind. Der vorwiegend aus Baden-Württemberg stammende Teilnehmerkreis erhält mit diesem „Dreiteiler“ zudem eine Qualifikation zum „Naturpädagogen“, eine Funktion, die der LJV Baden-Württemberg für seine Aktiven etablieren möchte.
Die nächsten beiden Teile finden vom 15. bis 17.Juni und vom 28. bis 30. September 2012 wieder in Esslingen statt und sind bereits ausgebucht. Weitere Seminare sind geplant. Wer jetzt noch einsteigen möchte, kann das gerne tun. Weitere Informationen erhalten Sie von dem DJV-Bildungsreferenten Ralf Pütz: Tel. 030/2091 394-19 oder info@lernort-natur.de.

Lernort Natur macht man am besten draußen. Seminare auch. (Foto: Pütz)
16. März 2012 (djv) Bochum
Bochum? Da denkt manch einer an Currywurst, Stahlbau oder Opelwerke. Doch die Großstadt im Ruhrgebiet beherbergt noch eine Besonderheit: Europas einzige Präparatorenschule. Zu dieser zog es kürzlich eine Gruppe von Jägerinnen und Jägern, die sich über die rechtlichen Fragen im Umgang mit Präparaten informieren wollten. Der Deutsche Jagdschutzverband (DJV) veranstaltete im Rahmen seiner Bildungsinitiative Lernort Natur das Seminar „Präparate – Recht und Praxis“. Begleitet wurden die Teilnehmer von der Präparatorin und Leiterin der Schule Ute Ledebur sowie von Roswitha Fendel, die im Umweltamt der Stadt Bochum für artgeschützte Tiere zuständig ist.
Roswitha Fendel beleuchtete zunächst das Bundesnaturschutzgesetz, nach dem der Erwerb von und Umgang mit Präparaten besonders geschützter Arten klar geregelt ist. Entsprechende Tiere und Pflanzen unterliegen Besitz- und Handelsbeschränkungen. Viele Lernort Natur-Aktive sind nach wie vor unsicher im Umgang mit Präparaten. „Das ist aber unnötig, wenn Herkunftsnachweis und behördliche Genehmigung stimmen“, erklärt Fendel. Gefragt wurde zudem nach möglichen Gesundheitsschädigungen durch „vergiftete“ Präparate. Hier kann entwarnt werden: Gefährdungen durch Präparatemittel sind kaum gegeben.
In dem sich anschließenden Praxisteil zeigte Ute Ledebur die Arbeit eines Präparators und was Schüler in den Kursen lernen können. Dass sich Theorie und Praxis nicht gleichen, wurde den Teilnehmern anschließend klar: Mit einfachen Präparationsmaterialien stellten sie aus Silikonformen Abgüsse her. Der Besuch gab den Anstoß für ein mehrtägiges Praxistraining. Der DJV plant Kurse dieser Art in sein Programm aufzunehmen. Ansprechpartner in der DJV-Geschäftsstelle ist Bildungsreferent Ralf Pütz, telefonisch zu erreichen unter: 030-2091394 -19.

Ute Ledebur demonstriert die Technik des Präparierens in Europa´s einziger Präparatorenschule in Bochum.
23. Februar 2012 (djv) Hannover
„Eindeutig die beste didacta, die wir je hatten“, zog Standleiter Ralf Pütz vom Deutschen Jagdschutzverband e.V. (DJV) ein Fazit. An allen fünf Tagen herrschte rund um den Lernort Natur-Stand großer Besucherandrang. War in den letzten Jahren schon ein steigendes Interesse zu spüren und gab es immer schon „Gebrumme“ am Stand, so übertraf die diesjährige Bildungsmesse Mitte Februar in Hannover alle Erwartungen.
Für Begeisterung sorgte eine Schülergruppe der Berufsbildenden Schulen aus Goslar-Baßgeige. Sie zeigte mit ihrem Lehrer Wolfgang Ritzke, wie die handwerkliche Arbeit mit Naturmaterialien im Unterricht eingesetzt werden kann. Der Jäger aus Goslar, integriert Lernort Natur mit großem Erfolg in seinen Unterricht. Das sahen sich Lehrer und Schulleiter sowie Vertreter von kommunalen Behörden aus der Nähe an. Dass Jäger so etwas anbieten, sorgte für Aufmerksamkeit. Mittlerweile ist Lernort Natur zwar vielen bekannt, dennoch wird die Initiative nicht unmittelbar mit der Jägerschaft in Verbindung gebracht. Die bundesweite Initiative besteht bereits seit über 20 Jahren. Sie wurde von der UNESCO als Projekt zur “Bildung für nachhaltige Entwicklung” ausgezeichnet.
Interview mit dem Standleiter des Lernort Natur-Standes Ralf Pütz und Lehrer Wolfgang Ritzke.
Großen Zuspruch fanden wieder die Produkte des DJV für die außerschulische Natur- und Umweltbildung: lehrplanbezogene Unterrichtshilfen, Malbücher, Becherlupen, Bestimmungshilfen, Spiele für alle Altersgruppen. Durch Gespräche mit Vertretern von Schulen, Institutionen und kommunalen Einrichtungen konnten neue Kontakte geknüpft werden.
War es vor zwanzig Jahren noch ungewohnt, als Jäger auf der damals noch kleinen Bildungsmesse didacta auftauchten, so ist heute nichts mehr davon zu spüren. Fast 100 000 Besucher in fünf Tagen belegen das Gegenteil. Nach zwei Jahrzehnten gehören die Jäger mit ihrer Initiative Lernort Natur zu den Urgesteinen der didacta. Wenn heute Leute an den Stand kommen, dann nicht wie damals, um zu schimpfen, sondern um sich zu informieren, um sich Produkte zur Umweltbildung an zu sehen – oder einfach nur um zu staunen.

Schüler der Berufsbildenden Schulen aus Goslar-Baßgeige demonstrieren wie Lernort Natur in den Unterricht integriert werden kann
18. Februar 2012 (haack/djv) Soest/Dortmund/Berlin
Der Orden Deutscher Falkoniere hatte sich mit seinem Messe-Stand auf Schüler der Blinden- und Sehbehinderten Vincke-Schule eingestellt: Die Falknerinnen und Falkner wollten den Kindern das außergewöhnliche Erlebnis verschaffen, verschiedene Greifvögel aus der Nähe zu erleben, vorsichtig zu streicheln, sodass sie mit dem nötigen Respekt die beeindruckende Schärfe der Krallen fühlen konnten. Falkner Frank Schalwat beantworteten alle Fragen der begeisterten und aufgeregten Kinde und erläuterten die Aufgabe der Vögel bei der Beizjagd.
Am Nachbarstand bot sich den interessierten Schülern als weiterer Höhepunkt die Gelegenheit, ein handzahmes Frettchen auf den Arm zu nehmen und zu streicheln. Dabei erklärte der begleitende Jäger die Aufgaben der Frettchen bei der Kaninchenjagd. Zur praktischen Vorstellung der jagdlichen Hundearbeit hatte Sabine Siebern von der Hundeschule Nottuln mit Frieda, Fiene, Puschel und Hailey quirlige Hunde am Stand, die den Kindern die Aufgaben der Jagdhunde vorführten.
Besonderes Vergnügen bereitete dabei Frieda, die auf Zuruf den begeistert als „Flegel“ mitspielenden Kindern einen Hut vom Kopf zog. Dass die Hunde anschließend zur Belohnung jede Menge Streicheleinheiten einheimsten, machte Tieren wie auch Kindern sichtlich Spaß. Wie in den Jahren zuvor war eine Gruppe Realschüler mit einem Betreuerteam in Begleitung von Karlheinz Haack von der KJS als Koordinator der Einladung der Kreisjägerschaft Soest (KJS) zum Besuch der Messe Jagd und Hund gefolgt.
Am Lernort-Natur-Stand des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen (LJV) hatte Waldlehrer Hans Schild ein interessantes Programm zum Thema „Tiere in der Stadt“ vorbereitet, bei dem die Kinder mit Begeisterung bei der Sache waren. Auf einem kurzen Pirschpfad waren knifflige Fragen zu diesem Thema zu beantworten und in einem Fragebogen festzuhalten. Einige Jäger sowie die Betreuer begleiteten die Schüler in kleinen Gruppen auf diesem spannenden Parcours und boten wenn nötig Hilfestellung. Zur abschließenden Belohnung durfte sich jedes Schulkind ein kleines Stofftier selber ausstopfen und zum Kuscheln mitnehmen.
Naturpädagogik für Menschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen ist für alle Beteiligten ein besonderes Erlebnis. Die Lernort Natur-Aktivitäten einer steigenden Zahl von Jägervereinigungen zeigen, welche großartigen Möglichkeiten hier vorhanden sind. Das gemeinsame Wirken und Erleben in freier Natur bekommt dabei eine besondere Qualität.
Die Veranstalter müssen bei der Vorbereitung und Durchführung der Einsätze einige organisatorische und pädagogische Besonderheiten berücksichtigen. Dieses Seminar unter der Leitung des erfahrenen Naturpädagogen, Jägers und Falkners Theo Schmidtkunz vermittelt wertvolle methodische Grundlagen und gibt viele praktische Tipps. Die erlebnisreiche Veranstaltung findet sowohl drinnen als auch draußen statt, wo uns ein interessantes Seminarhaus und die reizvolle Landschaft des Hunsrück zur Verfügung stehen werden.
(Das Seminar ist anerkannt als Modul D im Rahmen des Waldpädagogik-Zertifikatskurses Rheinland-Pfalz)
Inhalte:
- Der körperlich und der geistig behinderte Mensch in der Naturpädagogik – Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Behindertenarbeit – Die behindertengerechte Veranstaltungsplanung und -durchführung – Die Methoden der Behindertenarbeit und ihre praktische Anwendung bei LERNORT NATUR – Die Naturpädagogik mit LERNORT NATUR als Integrationsmöglichkeit
Termin: 16.-18.3.2012
Seminarort: Hunsrückhaus am Erbeskopf, Deuselbach (Rheinland-Pfalz)
Teilnahmegebühr: 145 Euro, davon 50 Euro LJV-Anteil. Für Teilnehmer am Zertifikatskurs Waldpädagogik gelten gesonderte Teilnahmegebühren.

Theo Schmidtkunz ist Experte für Exkursionen und Behindertenpädagogik.
Die beliebte und erfolgreiche Seminarreihe „Lernort Natur kompakt“ findet in diesem Jahr an drei Terminen in Esslingen bei Stuttgart statt. Hier erfahren und trainieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Grundlagen der altersgerechten Pädagogik, erlernen Spiele und Aktionen der praktischen Natur- und Waldpädagogik, bekommen zahlreiche Tipps und Hinweise zur Organisation, zu Versicherungs- und Aufsichtsfragen, zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und vielen anderen Themen. Sie erhalten somit eine qualifizierte und qualifizierende Lernort Natur-„Grundausbildung“.
Die Seminarleiter Nathalie Bunke aus Berlin und Peter Vieres aus Bochum sind erfahrene Lernort Natur-Aktive und Trainer. Das Seminar steht allen Interessenten, auch Nichtjägern, offen. Die Teilnahme an allen drei Terminen ist nicht verpflichtend, aber empfehlenswert.
Die Teilnehmergebühr beträgt 145 Euro pro Seminarteil. Der jeweilige LJV übernimmt davon 50 Euro, wenn eine ehrenamtliche Funktion im Verband nachgewiesen wird.
Die Termine:
23.-25. März 2012
15.-17. Juni 2012
28.-30. September 2012

Nathalie Bunke und Peter Vieres erwarten in diesem Jahr die Teilnehmer in Baden-Württemberg
29. November 2011 (djv) Berlin/Goslar

Kein Handwerk ohne Technik: Jägerinnen bauen Sitzmöbel aus Holz
Lernort Natur bietet eine anregende Fülle von Möglichkeiten, den Unterricht spannend zu gestalten. Eines der wichtigsten Ziele der Initiative ist es, nicht nur audiovisuell Wissen zu vermitteln, sondern durch praktisches Tun (wieder) ein Gefühl für Materialien zu bekommen. Dabei kann das beglückende Gefühl entstehen, etwas vom Anfang bis zum Ende hergestellt zu haben. Dabei lernt der „Produzent“ gleichzeitig noch etwas über die Beschaffenheit von Stoffen wie Hölzer und Metalle sowie die Funktionsweise von Arbeitsgeräten.
Können nur Kinder und Jugendliche auf diese Weise stundenlang beschäftigt werden? Nein! Die Faszination ergriff auch zwölf Jägerinnen und Jäger beim Seminar „Lernort Natur handwerklich“ vom 4.-6. November in Goslar im Harz. Der niedersächsische Lernort Natur-Pädagoge Wolfgang Ritzke zeigte, wie mit einfachen Mitteln kleine Möbel, Ohrenkneifer- und Solitärbienenkästen hergestellt werden können. Und er vermittelte darüber hinaus, wie mit diesen Tätigkeiten Unterricht gestaltet werden kann. Dafür stand den sägenden und schraubenden Grünröcken eine komplette Werkstatt zur Verfügung.
Wie Forellen fachgerecht ausgenommen und geräuchert werden lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom Angler und Imker Stefan Waßhausen. Ritzke, der als Lehrer an den Berufsbildenden Schulen in Goslar-Bassgeige die Lernort Natur-Methodik in den Unterricht integriert, hat mit seinem Einsatz viel Erfolg: „Lernort Natur und das ganze jagdliche Umfeld bieten so viele fantastische Möglichkeiten, jungen Menschen eine Perspektive zu geben. Die Arbeit in und mit der Natur hat einen großen positiven Einfluss“, erläuterte Ritzke sein Engagement und veranstaltete einen Teil des Seminars in der „Lernort-Natur-Hütte“ im Goslarer Forst.
Erika Ritzke zeigte außerdem, wie aus Kräutern und Früchten der Region hochwertige Lebensmittel hergestellt werden können, die zudem auch noch viel besser schmecken als Lebensmittel aus industrieller Massenproduktion, die häufig um den halben Erdball reisen, bis sie auf unserem Tisch landen. Ein Seminar, welches das große Potential von Lernort Natur besonders eindrucksvoll demonstrierte. Ein Seminar, das auf Wunsch der Teilnehmer noch mal stattfindet. Über den neuen Termin informieren wir rechtzeitig.
25.10.2011 (djv) Berlin

Dass Lernort Natur vielfältige pädagogische Möglichkeiten bereit hält, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Es bietet auch viel Raum für praktische Tätigkeiten. Bei der Arbeit mit Naturmaterialien zeigen sich die faszinierenden Möglichkeiten, die die Naturpädagogik für jede Altersgruppe bereit hält.
Der Lernort Natur-Pädagoge Wolfgang Ritzke zeigt bei diesem Praxisseminar, wie Solitärbienenhäuser und „Einfamilienhäuser“ für Ohrenkneifer gebaut und aus Grünholz Naturhocker und Blumenrahmen hergestellt werden.
Weiter auf dem Programm: Forellenräuchern und Verkostung von selbst produzierten Nahrungsmitteln. In einem weíteren Teil werden konkrete Beispiele für Projekte und pädagogische Einsatzfelder dieser handwerklichen Maßnahmen gezeigt. Und auch diesmal geht es um Fragen der Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit.
Die Teilnehmerzahl bei diesem spannenden und abwechslungsreichen Seminar ist aus methodischen und organisatorischen Gründen auf 12 Personen begrenzt. Für Inhaber eines gültigen Jagdscheins sowie Interessierte besteht außerdem eine Ansitzmöglichkeit abends oder morgens (Wildbretübernahme erwünscht).
Seminarleitung: Wolfgang Ritzke
Termin: 4. – 6.11.2011
Ort: Goslar
Teilnahmegebühr: 145 Euro (abzgl. 50 Euro LJV-Anteil nach entsprechender Bewilligung).
Anmeldung bitte bis sofort per E-Mail: info@lernort-natur.de oder
Telefon: 030 / 2091394-19

1000 x Lachen stand auf der Wunschliste der Teilnehmer am 2. Teil der diesjährigen Seminarreihe Lernort Natur Kompakt. Vom 17.-19. Juni kamen 17 Lernort Natur-Aktive aus 5 Bundesländern nach Bielefeld. Die ältesten waren über 70 Jahre, die jüngsten 14 Jahre alt.

Die Beteiligung des Burgmuseums Mensch und Jagd am Internationalen Museumstag hinterlässt Spuren im Gedächtnis der Gäste – passend zum Veranstaltungsmotto: “Museen, unser Gedächtnis”. Denn das Bogenschießen als historische Jagdform war ein absolutes Highlight, trotz Wind und Wetter. Kein Wunder, wenn Bär und Wolf, Sau und Hirsch zur Burg locken, allesamt als Botschafter für den lohnenden Museumsbesuch! Verteilt im Ortskern weckten sie stets das Interesse, den Pfeilen zum “Pfeil- und Bogenschießen” zu folgen.
Sogar Kinder durften einmal mit Pfeil und Bogen schießen, spannend und sehr beeindruckend – nicht nur für die Eltern! “Schön zu sehen, welchen Anreiz diese Urform des Jagens in sich trägt”, kommentiert Frau Happ, Museumsleiterin. “Umso plakativer sind unsere Aussagen in der neuen Museumsabteilung Die Geschichte der Jagd.” Dennoch brauchte sich niemand sein Essen zu schießen. Denn die Grillwürstchen gab es am Stand der Elterninitiative “Kindertraum Nettetal e.V.” Ein rundum guter Museumstag, bei Museumswetter!
