News

17. Juni 2009 Bonn (djv)

LERNORT NATUR überschreitet Grenzen

Seminar im Allgäu zeigt die Vielfalt der Naturpädagogik durch Jäger

Methodik, Didaktik und Öffentlichkeitsarbeit von und mit LERNORT NATUR standen im Mittelpunkt eines Seminars des Deutschen Jagdschutz-Verbandes in Probstried im Allgäu. Ende Mai kamen dazu 30 Mitglieder von bayrischen, baden-württembergischen und schweizerischen Jagdvereinen zusammen. DJV-Referent Theodor Schmidtkunz vermittelte die Grundlagen der Pädagogik und Kommunikation, die für eine erfolgreiche Natur- und Umweltbildung mit LERNORT NATUR hilfreich sind.

Die Kreisverbände Kempten im Oberallgäu und Ravensburg in Baden-Württemberg praktizieren seit langem eine intensive, grenzüberschreitende Zusammenarbeit sowie mit Österreich und der Schweiz. Der gegenseitige Austausch ist für alle Beteiligten ein Gewinn. Besonders das deutsche Modell der “Rollenden Waldschulen” stösst bei den Nachbarländern auf großes Interesse. Wie diese im Rahmen von Unterricht und Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt werden, zeigte Theodor Schmidtkunz anhand vieler praktischer Beispiele.

Theodor Schmidtkunz (stehend) zeigte die vielfältigen Methoden und Materialien von LERNORT NATUR, Foto: Rolf Schüssel

Wie bei DJV-Seminaren üblich, wurde auch hier das Wissen nicht nur theoretisch vermittelt, sondern unter aktiver Einbeziehung aller Mitwirkenden trainiert. Besonderer Vorteil dieses Seminarkonzepts: der Referent kommt zu den Teilnehmern, die somit nicht weit reisen müssen. Das spart für alle Beteiligten Kosten. Folgeseminare sind bereits auch in anderen Regionen geplant. Im schweizerischen Luzern sind bereits ähnliche Aktivitäten im Gange, wie überhaupt die Kooperation im “Dreiländereck” ein Musterbeispiel für die Zusammenarbeit der Regionen ist.

Für Edmund Off und Hubert Burkhardt, die LERNORT NATUR-Obmänner der Kemptner und Ravensburger Jäger, war dieses Seminar eine Bestätigung ihrer langjährigen Zusammenarbeit: “Wir zeigen damit, welche fantastischen Möglichkeiten für die Naturerziehung unserer Kinder und Jugendlichen durch die Jäger bestehen. Dass wir damit über alle Grenzen wirken, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Denn genau wie die Natur so macht auch die Naturpädagogik vor Grenzen nicht halt.”

Auch der Einsatz von Greifen wurde in Probstried anschaulich demonstriert, Foto: Rolf Schüssel

Der DJV hat die Weiterbildung der LERNORT NATUR-Aktiven seit Jahren auf eine qualitätsorientierte Basis gestellt. Dies betrifft sowohl die Auswahl der Referenten wie auch die Inhalte und Vermittlung der Themen. Bundesweit ist die Initiative bereits als eine der bedeutendsten Maßnahmen dieser Art anerkannt und wurde von der UNESCO mit dem Titel “Offizielles Projekt der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung 2008/2009” prämiert. Zunehmend hat die Initiative auch das Interesse im europäischen Ausland geweckt, wie dieses Seminar erneut zeigte. Weitere Kontakte pflegt der DJV bereits nach Frankreich und Tschechien sowie in die skandinavischen Länder.