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8. Oktober 2008 Bonn (djv)

Heißer Herbst trotz kalter Luft

Rotwildbrunft live miterleben auf www.wildtiere-live.de

Röhren, Kämpfen, Flehmen: Das Werben um die Rotwildkühe – in der freien Wildbahn fast nie zu beobachten – kann jetzt auf www.wildtiere-live.de live mitverfolgt werden, teilte der Deutsche Jagdschutz-Verband (DJV), Betreiber der Internetseite, heute in Bonn mit. Ein heißer Herbst ist garantiert, denn beim Rotwild dreht sich zurzeit alles um die schönste Nebensache der Welt – und sportlich geht es dabei auch noch zu. Internetstar Hirsch Heinz, letztes Jahr im Kampf um den Platzhirschthron seinem Konkurrenten Olli unterlegen, greift wieder an und will die Gunst der Rotwilddamen zurück erobern.

Die Brunft ist für Heinz, Olli und Co. nicht nur eine Zeit äußerster Leidenschaften, sondern auch eine besonders stressige. Bis zu 20 Prozent ihres Gewichtes können Hirsche während der Brunft verlieren. Zwar reicht häufig schon Imponiergehabe und tiefes Röhren aus, um Rivalen in die Schranken zu weisen, immer wieder kommt es aber zu kräftezehrenden Kämpfen. Glücklicherweise gibt es dabei einen “Ehrenkodex”: Ein Angriff erfolgt nur dann, wenn der Gegner ebenfalls das Geweih zum Gefecht senkt – Attacken auf die Flanke kommen normalerweise nicht vor.

Ein imponierendes Geweih ist zwar der Blickfang eines jeden Hirsches, auf die Damenwelt allerdings wirkt es weniger erotisierend als eine wohlklingende Stimme. Kräftige Brunftschreie lassen nicht nur auf die Größe des Hirsches schließen, sondern auch auf bestes Erbgut. Gut geröhrt ist halb gewonnen, lautet also die Devise für Heinz und Olli in den nächsten Wochen.

Seit mittlerweile fünf Jahren können Tier- und Naturfreunde auf www.wildtiere-live.de einmalige Einblicke in den Alltag heimischer Wildtiere im Wildfreigehege Hellenthal erleben. Im Mittelpunkt stehen abwechselnd Hirsch Heinz mit seinem Rotwildclan oder Keiler Kalle mit seiner Wildschweinrotte. Je nachdem wo gerade etwas Spannendes passiert, wird die Kamera positioniert. Die Steuerung der Kamera können die Besucher der Internetseite selbst übernehmen. Der Ton wird ebenfalls übertragen – kein Problem also auch in den Genuss des Brunftröhrens zu kommen.