Kennst du den schon?

Kennst du den schnellsten Vogel der Welt?

Hier ist er:

Natürlich noch ganz jung, erst 2 Wochen alt, also noch ein Baby. Es ist ein Wanderfalke

So sieht der Falke dann aus, wenn er erwachsen ist.

Den Wanderfalken gibt es auch bei uns in Deutschland. Er ist aber sehr selten.

Er ist der schnellste Vogel der Welt und fliegt doppelt so schnell wie ein Sportwagen über die Autobahn saust. Außerdem ist er auch unser größter heimischer Falke.

Vor 50 Jahren ging es den Wanderfalken auf einmal sehr schlecht. In ihren Nestern konnte man keine Jungen mehr sehen. Viele Eier gingen schon beim Brüten kaputt. Auch viele Jungvögel starben noch bevor sie fliegen lernten. Die Menschen fragten sich natürlich, woran das lag. Dann fanden sie heraus, dass der Wanderfalke zu viele Giftstoffe in seinen Körper aufnahm. Diese Gifte wurden von den Menschen eigentlich gegen Insekten gespritzt. Kleine Vögel fraßen die vergifteten Insekten. Und der Wanderfalke fraß dann wiederum diese Vögel. So bekam er natürlich jede Menge von dem Gift ab.

Durch das Gift starben viele Falken, vor allem die Jungen. Außerdem wurden die Altvögel krank und legten nur noch Eier mit ganz dünner Schale. Setzte sich dann ein Elternteil auf die Eier, um sie zu wärmen, zerbrachen sie.

Vor 25 Jahren verbot dann die Regierung diese Insektengifte und ordnete an, dass neue Mittel ganz doll geprüft werden müssen. Von da an ging es den Wanderfalken wieder besser. Aus manchen Gegenden waren sie aber schon völlig verschwunden. Deshalb haben sich die Jäger in Mecklenburg-Vorpommern zusammengesetzt und überlegt, wie man den Wanderfalken wieder ansiedeln könnte.

Sie beschlossen in hohen Bäumen Nester zu bauen und dort Wanderfalkenjunge großzuziehen.

Als die Vögel schließlich erwachsen waren und ihre eigenen Jungen in Mecklenburg-Vorpommern aufzogen, da wussten die Jäger, dass sie eine gute Idee gehabt hatten und freuten sich.

Weil die Jäger so gute Arbeit geleistet haben, hat der Deutsche Jagdschutz-Verband (DJV) ihnen jetzt einen Preis verliehen. Dazu bekamen sie auch noch Geld, denn der Bau künstlicher Nester und das Aufziehen von Jungvögeln ist ziemlich teuer.