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Herzlich willkommen beim Lernort Natur!

Jägerinnen und Jäger bieten Natur- und Umweltbildung, Waldpädagogik, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Biologie- und Sachkundeunterricht, Erlebnispädagogik und noch viel mehr. Lernen in und von der Natur, das ist unsere “Philosophie”.

Ein Jäger in der Grundschule Bottendorf

Die Kinder der Klasse 2a der Grundschule Bottendorf staunten am Freitag, den 18. Juli 2014 nicht schlecht, als plötzlich das Präparat eines ausgewachsenen Fuchses mitten im Klassenzimmer stand. Mitgebracht hatte dieses Präparat Daniel Panzer als Anschauungs- und Fühlobjekt für ein dreistündiges Schulprojekt unter dem Titel “Lernort Natur – eine Initiative der Jägerschaft”. Zuvor stand das Fuchs-Präparat unter einer Decke versteckt auf einem Schülerschreibtisch und die Kinder wurden zunächst ermutigt vorsichtig unter der Decke mit den Händen zu tasten und anschließend zu erzählen wie sich das anfühlt. Sehr weich und flauschig wurde es von allen Kindern wahrgenommen und beschrieben. Umso größer war dann auch die Aufmerksamkeit, als das Geheimnis gelüftet und eine kleine Geschichte zum Fuchs und seinem natürlichen Lebensraum erzählt wurde. Abwechslungsreiche Spiele, Bastelaufgaben und spannende Geschichten folgten und zogen die Kinder im weiteren Verlauf spürbar in den Bann. Draußen auf dem Schulhof stand zudem die „Rollende Waldschule“, ein speziell mit Präparaten einheimischer Tierarten bestückter Anhänger. So war es sehr spannend für die Kinder, den Dachs, die Wildkatze oder auch das kleine Rehkitz und die Wildschwein-Frischlinge einmal aus nächster Nähe sehen zu können und auch zu verstehen, warum man Jungtiere in freier Natur nicht anfasst und auch nicht füttern sollte. Immer mit dabei waren die beiden Jagdhunde „Motte“ und „Urmel“ deren Apportier-Vorführung alle Kinder mit viel Applaus und Streicheleinheiten belohnten. Am Ende erhielt jedes teilnehmende „Wald-Kind“ ein kleines Stück Hirschgeweih zum Umhängen als Erinnerung an diesen Tag.

Lernort Natur ist ein anerkanntes Projekt der „Weltdekade Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005 – 2014“ und wurde bereits zwei Mal von der UNESCO ausgezeichnet. Im Rahmen der Natur- und Umweltbildung für Kindergärten und Schulen sowie alle die interessiert sind, arbeiten besonders geschulte ehrenamtliche Jägerinnen und Jäger als Wald- und Naturpädagogen. Einer von ihnen ist auch Daniel Panzer, Mitglied der Jägervereinigung Frankenberg, der derzeit seine Ausbildung zum Naturpädagogen beim Deutschen Jagdverband absolviert. Ende September wird er seine Ausbildung abschließen und zukünftig an Kindergärten und Grundschulen Kindern die Schönheit und Vielfalt der Natur nahebringen. Dabei ist die “Rollende Waldschule” der Jägervereinigung Frankenberg eine tolle Ergänzung. Unterstützt wurde er in Bottendorf von seiner Tochter Romina Panzer. Als ausgebildete Sozialpädagogin hatte sie besonders viel Freude an diesem Tag, zumal sie selbst vor 16 Jahren als Schülerin an dieser Grundschule war. Klassenlehrer Daniel Marschall zeigte sich sehr zufrieden über diese Aktion und auch Schulleiter Kieran Schmidt bedankte sich abschließend sehr herzlich und bat die beiden, doch bald wieder zu kommen.

Ein Jäger in der Grundschule (Quelle: Daniel Panzer)

Die Knüllwaldamöbe

findet man nicht im Boden der hessischen Wälder. Sie ist eine besondere Seminarspezies und steht für Zusammenarbeit, Teamgeist, für Vernetzung und Austausch. Vom 20. bis 22. Juni 2014 fand das Seminar Lernort Natur Kompakt Teil 2 im Knüllwald /Hessen statt und die Lernort Natur Aktiven waren wieder mit Herz und Seele, Gummibärchen, Wildschinken und DFB Fan Shirts von der Partie. Auf dem umfangreichen Arbeitsplan standen Thingplätze mit Torwächtern, Wildschwein- und Fledermausspiele, Brennesselarmbänder, Blumenbilder und die Erprobung weiterer Spielangebote für verschiedene Altersklassen und Zielgruppen. Begeisterung löste die Knüllwaldamöbe aus, ein Teamspiel bei dem sich alle blind und aneinandergedrückt über die Wiese bewegen, ebenso das Kicken mit selbstgemachten Grasbällen – in Vorbereitung auf das abendliche Spiel unserer DFB Elf. Unisono waren sich alle Teilnehmer darüber einig, dass der Austausch und die Vernetzung neben den Spielen sowie die pädagogischen und organisatorischen Hinweise zur Durchführung, ein wesentlicher Bestandteil der Seminare sind. Man muss nicht alles neu erfinden, wenn man weiß, dass in der Jägerschaft von Claudia und Frauke Lernort Natur Aktivitäten für Senioren mit Kindern angeboten werden und man prima Holzhasen bauen kann, wenn man sich die Vorlage von Heinz kopiert.

Der letzte Teil des Lernort Natur Kompakt Dreiteilers, bei dem es um Boden, Wasser und Feuer geht, startet im September. Die Knüllwaldamöben freuen sich drauf.

Die Knüllwaldamöbe als Seminarspezies

"Kindern Freiraum schenken und Werte vermitteln"

Der Deutsche Jagdverband e.V. bietet seit 2013 die zertifizierte Ausbildung zum DJV-Naturpädagogen an. Liane Allmann von der Jägerschaft Rauener Berge – Spree ist die erste Brandenburgerin, die diese Ausbildung des DJV absolviert hat. Über ihre Motive und die Ausbildungsinhalte sprach sie mit dem Geschäftsführer des Landesjagdverbandes Brandenburg e.V. Georg Baumann.

Michel und Lenny mit Horn: DJV-Naturpädagogin Liane Allmann erklärt Kindern das "Handy" der Jäger. (Foto: L. Allmann)

Baumann: Liebe Liane, herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Ausbildung. Du bist die erste zertifizierte Naturpädagogin des DJV in Brandenburg. Wie kam es zu der Entscheidung, diese Ausbildung zu absolvieren?

Allmann: Ich liebe die Natur und weiß die Kraft zu schätzen, die man aus im täglichen Leben aus ihr schöpfen kann. Dieses Gefühl wollte ich weitergeben. Ich wollte allerdings auch direkt an Schulen und Kindergärten herantreten können mit dem Gefühl, mich auf einer professionellen Ebene zu bewegen. Mit meiner Ausbildung bringe ich mich auf Augenhöhe zu den Pädagogen und erhöhe damit die Akzeptanz unserer Ideen. Dabei hilft das DJV-Zertifikat, das am Ende der Ausbildung vergeben wird.

Baumann: Da musstest Du ja noch mal ordentlich die Schulbank drücken. Wie viel Zeit muss man für die Ausbildung einplanen? Schafft man das neben dem Beruf?

Allmann: Das ist schon sehr anspruchsvoll, denn die Ausbildung ist umfangreich. Sie umfasst 15 Seminartage und 80 Stunden theoretischen und praktischen Unterricht. Das ging nur, weil die einzelnen Ausbildungsmodule immer wieder angeboten werden und man die dann entsprechend einplanen kann. Eine Abschlussprüfung gibt es nicht, man muss aber zeigen, dass man das Erlernte in der Praxis anwenden kann. Aber es lohnt sich auf jeden Fall: Ich habe viele Ideen mitgenommen für das Bauen von Spielsachen und das Durchführen von Spielen. Auch die Grundlagen der Pädagogik sowie Öffentlichkeitsarbeit wurden uns vermittelt. Der DJV verfügt über ein hervorragendes Netzwerk von Spezialisten aus ganz Deutschland. Das sind gestandene Jäger, Naturpädagogen und –therapeuten, die ihre geballten Erfahrungen weitergeben. Das ist unglaublich inspirierend.

Baumann: Wie kann man die Kinder denn für die Natur begeistern?

Allmann: Heute funktioniert Naturpädagogik nicht mehr wie vor 50 Jahren. Kinder haben mehr und mehr Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren. Häufig wissen die selbst im ländlichen Raum wenig über die Tiere und Pflanzen um sie herum. Es gibt kaum noch Eltern, die mit ihren Kindern in den Wald gehen oder den Opa, der mit Pferd und Wagen auf das Feld fährt. Die Erfordernisse sind anders geworden. Du musst kreativer sein, neue Ideen entwickeln, weg vom Frontalunterricht hin zu einer Erlebnispädagogik, die die Kinder fesselt. Wir machen zum Beispiel Nachtwanderungen, modellieren Lehmgesichter an Bäume oder bauen Naturinstrumente.

Baumann: Das hört sich spannend an. Sag‘ doch noch mal bitte, wer überhaupt Naturpädagoge werden kann.

Allmann: Das kann im Prinzip jeder im Verband werden, man muss nicht mal einen Jagdschein haben. Grundvoraussetzung ist die Liebe zu Kindern und der Natur und vielleicht auch der Glauben daran, die Welt ein wenig besser machen zu können.

Baumann: Und wie setzt Du das Gelernte nun um?

Allmann: In unserer Jägerschaft haben wir im letzten Jahr in Zusammenarbeit mit dem Lernort Natur und dem Landesjagdverband Brandenburg e.V. ein Pilotprojekt ins Leben gerufen, die „Naturakademie für Kitas“. Ich hoffe, dass das reichlich Nachahmer findet. Zudem sind wir häufig auf Festen im Landkreis unterwegs. Zunehmend fragen auch Schulen an. Wir stehen oft in der Presse und so entwickelt sich eben auch das Interesse an unserem Angebot.

Baumann: Machst Du das alles ehrenamtlich?

Allmann: Ja, mit der Unterstützung der Jägerschaft und des Jagdverbandes. Sie stärken mir jederzeit den Rücken, da sie wissen, wie wichtig diese Arbeit ist.

Baumann: Das ist sie in der Tat. Herzlichen Dank für den tollen Einsatz und natürlich weiterhin viel Erfolg für die Arbeit!

Infos und Kontakt:

Liane Allmann ist Pressevorstand des Jagdverbandes Fürstenwalde e.V. und der Jägerschaft Rauener Berge – Spree. Die konzeptionellen Unterlagen zum Pilotprojekt „Naturakademie für Kitas“ inklusive einer kurzen Handreichung für Nachahmer ist direkt bei ihr anzufordern unter presse@js-rauenerberge-spree.de

Alle Informationen zum DJV-Naturpädagogen gibt es beim Deutschen Jagdverband: Friedrichstr. 185/186, 10117 Berlin, Telefon 030/2091394 – 19, E-Mail: bildung@jagdverband.de

Tolle Sache, hat richtig viel Spaß gemacht!

Dieses super Zeugnis erhielten die Lernort Natur Aktiven von 90 Schülerinnen und Schüler der 6ten Klassen vom Missionsgymnasium St. Antonius in Bad Bentheim in Niedersachsen.

Am 15. / 16. Mai 2014 trafen sich Jägerinnen und Jäger, die ein praktisches Training mit Schülern als Modul für ihren DJV Naturpädagogen, benötigen. Die Arbeit an der „lebenden Ente“ wurde mit Herzklopfen angegangen, zumal die 12-13 Jährigen ja nicht immer zu den einfachsten Zielgruppen in der Lernort Natur Arbeit gehören. Der Trainingstag bestach mit Kaiserwetter und jeder Menge Arbeit an vier Stationen. Hier konnten die Schüler nach Anleitung Holztürme bauen, durch Bäume klettern, etwas über den Wald erfahren oder was es mit der Anschißgruppe auf sich hat. Hier ging es um Naturverjüngung und was für Tricks sich die Bäume einfallen lassen, um ihre Samen in die Welt zu schicken. Zum Abschluss gab es noch ein Dankeschön an die supertollen Schüler und für die Lernort Natur Aktiven drei wunderbare Legebilder von den Klassen für den gelungenen Unterricht. Wir kommen wieder, keine Frage bei so engagierten Jägern und Lehrern vorort und einem wunderbaren Trainingsgelände…. und die Altersgruppe ist eigentlich echt cool.

Begeisterte Details vom LON Aktiven D. Panzer gibt es hier zum Download:

Die Klasse 6a bedankt sich bei den Lernort Natur Teilnehmern (Foto: Bunke/djv)

Lernort Natur auf der didacta 2014 in Stuttgart

Mit rund 900 Austellern ist die didacta Europas größte Fachmesse für Bildung. Unter den insgesamt 90.000 Besuchern waren vor allem viele junge Lehrer, Erzieher, Ausbilder und Trainer. Neben kompetenten Ansprechpartnern aus der Naturpädagogik fragten die Besucher vor allem aktuelles Unterrichts- und Informationsmaterial nach. Außerdem lud der Lernort-Natur-Stand zum Mitmachen ein – Naturpädagoge Harald Janotte zeigte wie man aus Ton allerlei Wildtiere sowie Hasen-, Reh- oder Wolfsspuren formt. Diplom-Biologin Dr. Nadin Hermann (Schubz) stellte das Kooperationsprojekt „Wölfen auf der Spur“ vor und zeigte wie eine Zusammenarbeit zwischen Jägern (Landesjägerschaft Niedersachsen) und Pädagogen funktionieren kann.

Junge Pädagogen formen Tierspuren aus Ton (Foto: DJV)

Der Knüller im Knüllwald

Das erste diesjährige Lernort Natur Kompakt Modul in Hessen fand vom 28.- 30. März im Knüllwald statt. Die zwanzig Lernort Natur Aktiven und solche, die es werden wollen, hatten ideales Wetter mitgebracht und gute Laune. Wie in den Jahren zuvor gab es ein kompaktes und vielschichtiges Arbeitsprogramm mit viel Theorie und Praxis. Die selbstgesammelte und angesetzte Frühlingsbowle war speziell – aber lecker. Beim Eiersegler gab es nur einen Ausfall, der Aufprall war einfach zu hart. Die Möglichkeiten, sich über eigene Aktivitäten auszutauschen, sich zu vernetzen und damit auch über den eigenen Tellerrand zu gucken, wurde einhellig als sehr gut bezeichnet. Für den nächsten Seminarteil im Juni kann jeder eigene Ideen und Materialien mitbringen, bis dahin tragen die Aktiven ihre Knüller aus dem Knüllwald zu den Kindern und Jugendlichen in die Kitas und Schulen.

Teilnehmer Daniel P.: „So schön kann Lernen sein“ (Download – Power Point Präsentation zum Seminar im Knüllwald)

Lernort Natur im Knüllwald (Foto: DJV/ Bunke)

Mit Kopf, Herz und Hand – Naturpädagogik nach Pestalozzi

Erfolgreiche Auftaktveranstaltung des DJV in Bielefeld

Am vergangenen Wochenende (28.2. – 01.03.2014) fand im Haus „Neuland“ bei Bielefeld die Auftaktveranstaltung der Ausbildung zum Naturpädagogen des Deutschen Jagdverbandes e.V. (DJV) statt.

Unter dem Motto „Wie sage ich´s dem Kinde“ brachten die Referent Peter Vieres und Hans Schild 13 Interessierten die Grundlagen des pädagogischen Arbeitens im Wald nahe. Bei allem Engagement der Jäger im Bereich der Naturpädagogik soll die Begeisterung der Kinder im Vordergrund stehen. Sie sollen mit Kopf, Herz und Hand den Wald greifen und begreifen und als Lebenselement für sich selbst verstehen.
Das Seminar behandelte neben pädagogischen Grundlagen auch Themen wie „Umgang mit schwierigen Kindern“, „Bedeutung von Lehrplänen“ und „Zusammenarbeit mit Schulen und Pädagogen“.

Naturpädagogisch interessierte Jäger verstehen sich vorrangig als geprüfte Naturschützer, die sich dem Erhalt des Waldes und der Artenvielfalt verschrieben haben.

Die Kombination aus theoretischer Grundlage und direkter praktischer Anwendung machte auch dieses Seminar zu einem echten Erlebnis.

Foto: DJV

800 Euro für den „Lernort Natur“

Die “Rollende Waldschule” des Hegerings Balve erhält den mit 1000 Euro dotierten RWE-Klimaschutzpreis. Der Hegering teilt sich den Gewinn mit der St.-Nikolaus-Grundschule in Beckum. Lesen Sie hier den ganzen Artikel – einfach klicken!

Foto: DJV

Jägerschaft Bentheim macht Lehrer fit für die Natur

Das Wissen um die Natur und die Tiere des Waldes geht bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen immer mehr zurück. Man kann das Desinteresse der Jugend und der Eltern beklagen und kritisieren, dass sich das Leben vieler Mitmenschen eher hinter dem PC oder vor dem Fernseher als im richtigen Leben abspielt. Oder man kann aktiv eingreifen. Und genau das ist die Absicht der Jägerschaft Grafschaft Bentheim.

Foto: Jägerschaft Grafschaft Bentheim

Bei einer Lehrerfortbildung mit dem Lernort Natur-Mobil, auch Rollende Waldschule genannt, zeigten die Jäger Anfang November in Engden, wie Grund- und Hauptschulpädagogen Naturbildungsinhalte spielerisch und erlebnisreich vermitteln können. Hegeringleiter Klaus Spitzer stellte als Vertreter der Jägerschaft das Mobil vor und erläuterte den Teilnehmern die Ziele und die Bedeutung der Lernort Natur-Initiative der Jagdverbände. Die Waldpädagogen Steffi und Hans Schild zeigten, wie eine Rollende Waldschule pädagogisch erfolgreich eingesetzt und für eine lebendige Gestaltung eines Schulunterrichts genutzt werden kann. Anregend war für die Pädagogen aus den Grund- und Hauptschulen die Vermittlung von Lerninhalten zum Thema Wald, Wild, Landwirtschaft und Pflanzen sowie Jagd als Themen einer nachhaltigen Nutzung.

Neben der Wissensvermittlung steht auch das sinnliche Erleben, welches wieder Lust auf Natur machen will. Die Rollende Waldschule verbindet beides und wird darum in den Schulen immer populärer.

Klaus Spitzer, der auch ausgebildeter DJV-Naturpädagoge ist, formuliert das Anliegend der Jägerschaft so: „Wir Jäger glauben fest daran, das Interesse der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen wecken und ihre Herzen öffnen zu können, indem das Bewusstsein für die Natur und die Tierwelt gefördert wird. Wir wollen den Menschen das Gefühl zurückgeben, ein Teil der Natur zu sein.“

Oeynhauser Schweiz soll zum Lernort Natur werden

Lernort-Natur-Training: DJV-Video jetzt online

„Der Bedarf ist sehr groß“, sagt Anja Blank, wenn sie über Ihre Arbeit für Lernort Natur spricht. Sie betreut im LJV Mecklenburg-Vorpommern den Bereich Bildung und läd jeden Dienstag Schulklassen in die Geschäftsstelle ein. Der fortschreitenden Naturentfremdung unter Kindern wollen Jägerinnen und Jäger mit der Bildungsinitiative entgegenwirken – und die ist beliebt. Im Pädagogen-Training schulen erfahrene Referenten Einsteiger darin, wie eine „Waldstunde“ kindgerecht und wissenswert sein kann. Im September wurde das auf dem Jägerlehrhof des LJV Mecklenburg-Vorpommern mit 70 Kindern und 14 Jägern geübt. Der DJV und ein Kamerateam waren dabei. In dem fünf minütigen Video erläutert DJV-Bildungsreferent Ralf Pütz, Hintergründe der europaweit anerkannten Jägerinitiative. Referenten wie Nathalie Bunke, Anja Blank und Peter Vieres geben Einblick in ihre Arbeit als Umweltpädagogen. Das Video ist jetzt auf dem DJV-YouTube-Kanal online zu sehen – hier geht’s zum Video.

Nutzen Sie das Video für Ihre Öffentlichkeitsarbeit: Verlinken Sie es auf Ihre Internetseiten, zeigen Sie es in Kindergärten oder auf Veranstaltungen und machen so Lernort Natur und die Arbeit der Jägerinnen und Jäger bekannt.

70 Kinder, 14 Jäger und ein Mauswiesel

Training für Lernort Natur: DJV veröffentlicht in Kürze ein Video

Wie erklärt man einem Kind den Unterschied zwischen Feldhase und Kaninchen? Oder was hat das Mauswiesel mit dem Wolf gemeinsam? Lernort-Natur-Aktive wie auch Kinder bekamen am Wochenende beim Lernort-Natur-Training Antworten auf diese und viele weitere Fragen. Auf dem Jägerlehrhof des Landesjagdverbandes Mecklenburg-Vorpommern gaben 14 Jägerinnen und Jäger gemeinsam mit Hase, Wildschwein und Fuchs rund 70 Kindern spannende Unterrichtsstunden.

Die Lernort-Natur-Aktiven kamen aus allen Teilen Deutschlands, um ihre Methoden der Naturpädagogik begutachten zu lassen. Kinder aus der ersten bis zur vierten Klasse konnten an vier Stationen unter anderem erfahren, warum der Feldhase weiße Unterwäsche trägt. Die Mentoren Nathalie Bunke, Anja Blank, Lina Vieres, Peter Vieres und Theodor Schmidtkunz beobachteten die Jägerinnen und Jäger bei ihrer “Waldstunde”. Tipps und Tricks konnten sofort bei der nächsten Gruppe angewendet werden.

Der DJV war mit einem Kamerateam vor Ort. Das Video zum Lernort-Natur-Training kann demnächst auf dem DJV-YouTube-Kanal angesehen werden.

Auf Spurensuche mit Lernort Natur

DJV verlost 15 Frei-Apps

Haben Sie Interesse das Tierspuren-App kostenlos zu nutzen? Der DJV verlost 15 freie Apps für das iPhone (nicht für Android) für alle, die uns bis zum 13. September ein eigenes Foto aus den Kategorien

a.) Jäger bei der Öffentlichkeitsarbeit,
b.) Jäger mit Kindern oder
c.) jagen mit Hund schicken.

Schicken Sie uns einfach eine E-Mail mit ihrem Foto an pressestelle@jagdverband.de. Bitte vergessen Sie nicht, Ihren vollständigen Namen, Bildtitel (Bildunterschrift) und die Kategorie anzugeben. Alle Fotos werden ab Mitte September auf der DJV-Facebook-Seite gepostet. Dort wird über die besten fünf Bilder je Kategorie abgestimmt.

Wer hat dort sein Ei gelegt? Welches Tier verbirgt sich hinter dieser Feder? Zu wem gehören diese Abdrücke? Wer mit offenen Augen und Ohren durch die Natur geht, kann viel entdecken. Die neue Naturführer-App „Tierspuren“ für das iPhone bietet Wissen ums Wild und jede Menge Freude am Naturentdecken und -erleben.

Eier, Nester, Gewölle oder Fußabdrücke sind das ganze Jahr über zu finden. Beim richtigen Zuordnen hilft nun die App „Tierspuren“ und bringt großen und kleinen Entdeckern zudem die Natur spielerisch, erzählend und interaktiv nahe. Eltern, Lehrer, Jäger können Fragen mithilfe ihres Smartphones direkt draußen vor Ort beantworten. Die App „Tierspuren“ bietet viele spannende Informationen zu zahlreichen wildlebenden Tieren wie Biber, Fischadler, Höckerschwan oder auch dem Kupferstecher. Herausgeber ist der GU-Verlag in Zusammenarbeit mit der Initiative Lernort Natur des Deutschen Jagdverbandes (DJV).

Mit der Naturführer-App „Tierspuren“ wird die Spurensuche zu einer spannenden Schnitzeljagd durch Wald und über Wiesen. Ob Eichhörnchen, Waldmaus oder Habicht – atemberaubende Bilder, detaillierte Illustrationen und spannende Steckbriefe ermöglichen tolle Einblicke in die Natur und verstärkten den Lerneffekt. Eine Besonderheit: Entdeckte Abdrücke lassen sich durch die „Layer-Funktion“ direkt mit den gesichteten Tierspuren abgleichen. Wer möchte, kann seine Entdeckungen fotografisch festhalten und in einem Ordner sammeln.

Das steckt drin in der Tierspuren-App:

    Unkompliziert: Tierspuren bestimmen nach den Kategorien „Spuren & Fährten“, „Exkremente & Ausscheidungen“, „Nester & Baue“, „Eier & Gelege“, „Federn & Geweihe“, „Fraßspuren & Gewölle“ oder „Sonstige Spuren“

    Informativ: Fakten zu Vorkommen, Größe und Nahrung der jeweiligen Tierart sowie Wissenswertes rund um das Thema Tierspuren

    Persönlich: Eigene Entdeckt-Listen führen (inklusive Fotos, Notizfunktion und automatischer Standortbestimmung) sowie E-Mail und Facebook-Funktion

    Unterhaltsam: Testen Sie Ihr Wissen im unterhaltsamen Quiz – macht auch Kindern Spaß

    Übersichtlich: Einfache Handhabung, klare Gestaltung

Der Deutsche Jagdverband hat es sich mit der Initiative Lernort Natur zur Aufgabe gemacht, Kindern und Erwachsenen die Natur wieder näher zu bringen. Nachhaltiger Umgang mit der Natur steht dabei ebenso im Vordergrund wie das erlebnisorientiere Lernen und das Wissen um die natürlichen Zusammenhänge in Wald und auf Wiesen. Mehr als zwei Millionen Stunden haben die zirka 4.000 ehrenamtlich tätigen Jäger bundesweit in den vergangenen 22 Jahren – die Initiative wurde 1991 gegründet – für Lernort Natur geleistet. Das sind annähernd 10.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit im Monat – Tendenz steigend. Zu ihrer freien Zeit investieren die Jägerschaften rund 360.000 Euro jährlich in die Bildungsarbeit. Die Gelder fließen vorwiegend in die Gestaltung und Produktion von Lernort-Natur-Materialien, in die Öffentlichkeitsarbeit und in die Einrichtung von Walderlebnisschulen und Rollenden Waldschulen.

Noch nicht in der Schule, aber schon Diplom

Kinder lernen gemeinsam mit Waidmännern und anderen Landnutzern Jagd, Wildwissen und Natur kennen: Im brandenburgischen Kienbaum wurde kürzlich das Pilotprojekt “Naturdiplom für Kitas” vorgestellt. Die kleinen Waldläufer der Kindertagesstätte Eulenbaum in einer Mischung aus Anschauungsunterricht und erlebnispädagogischen Exkursionen direkt von und mit den Jägern. Mit zusätzlichen Materialien unterstützen die Kita-Mitarbeiter die Aktion und begleiten die Treffen pädagogisch. “Unser Ziel ist”, sagt die Initiatorein des Projektes Liane Allmann, “die Sinne der Kinder für ihre Umgebung zu schärfen und ihre Herzen für die Schönheit der Natur zu gewinnen.” Lesen Sie mehr

Rollende Waldschule für Senioren

Das Lernort Natur auch für Erwachsene spannend ist, beweist der Hegering Ennepetal: Unter dem Titel “Natur erleben für Senioren” geht der Hegering mit der Initiative der Jäger und der “Rollenden Waldschule” zu Senioren, die nicht mehr selbst in die Natur rausgehen können. Auf www.waz.de stellt Claudia Möllney, zweite Vorsitzende des Fördervereins „Lernort Natur“, das projekt vor. Lesen Sie mehr mit einem Klick auf das Bild.

Komm mit in den Wald

Zusammen mit Christine Spickermann veranstaltete der Verein “Badische Jäger Lörrach” eine Waldwoche mit 18 Kindern. Der Lernort Natur machte allen großen Spaß und die Badische Zeitung berichtete darüber. Mit einem Klick auf das Foto gehts zum gesamten Artikel.

Kinderbarometer

Ein Drittel der Kinder wäre gerne häufiger in der Natur

Raus in die Natur! – Das ist das zentrale Ergebnis der LBS-Kinderbarometers. LBS – die Bausparkasse der Sparkassen – hat 10.000 Kinder im Alter von von 9 bis 14 Jahren zu ihrem Naturverhalten befragt: Fast zwei Drittel sind genauso häufig draußen in der Natur wie sie es wünschen. Aber ein knappes Drittel (29 %) wäre gerne häufiger in der Natur. „Zeit in der freien Natur zu verbringen ist für die meisten Kinder auch heute ein wichtiges Bedürfnis“, so LBS-Sprecher Dr. Christian Schröder.

Lesen Sie hier mehr über das LBS-Kinderbarometer.

Deutscher Waldpädagogikpreis 2014

Sie engagieren sich in der waldpädagokischen Umweltbildungen? Dann bewerben Sie sich als Einzelperson, Gruppe oder Institution mit Ihrem Projekt für den Deutschen Waldpädagogikpreis der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW). Im kommenden Jahr werden besonders gelungene “Kooperationen in der Waldpädagogik” ausgezeichnet. Denn “gemeinsam sind wir stark” ist ein altbewährtes Motto, dass auch in der Waldpädagogikarbeit hilft.

Mit dem Deutschen Waldpädagogikpreis möchte die SDW Initiativen auszeichnen, die neue Impulse in der Waldpädagogik setzen. Mitmachen können Sie auf der Internetseite der SDW unter: www.sdw.de

Mit dem Deutschen Waldpädagogikpreis möchte die SDW Initiativen auszeichnen, die neue Impulse in der Waldpädagogik setzen. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Lernort Natur im Blätterwald

Lernort Natur-Aktivitäten der Jägerschaften werden regelmäßig in der regionalen Presse aufgegriffen. Die Berichte Viertklässler aus Lahde/Frille tauschen Klassenzimmer gegen Natur über den Hegering Lahde, Sieht aus, als hätte sie Glasmurmeln im Kopf aus dem Hegering Stemweder oder Kinder erkunden den Wald und seine Bewohner aus dem Hegering Laer sind Beispiele für die gelungene Zusammenarbeit zwischen Schulen und Jägerschaften.

Hegeringleiter Rainer Wolfes erklärt den Viertklässlern der Grundschule Lahde/Frille verschiedene Tierpräparate. (Foto: Ulrich Westermann; aus: www.mt-online.de)

Lernen wo die Wölfe heulen

Lernen drinnen und draußen: Praktische Naturpädagogik stand vom 14. bis 16. Juni auf dem Programm des zweiten Teils von “Lernort Natur kompakt”. Die zwanzig Teilnehmer aus Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein erfuhren auf vielfältige Weise, wie Wissen spielerisch und interessant vermittelt werden kann. Die Referenten Nathalie Bunke und Peter Vieres vermittelten neue Methoden des Lernens und Lehrens und zeigen, wie aus trockenem Unterricht lebendiges Erfahren wird. Seminarort war der Natur- und Umweltpark Güstrow, der alle Möglichkeiten bietet, die heimische Tier- und Pflanzenwelt kennen zu lernen. Auch Wölfe, Bären und Luchse zogen die Teilnehmer in ihren Bann. Diese Reihe wird mit dem dritten Teil vom 30. August bis 1. September beendet. Ein praktisches Training mit einer Schule ist vom 27. bis 29. September in Güstrow geplant.

Micha Laskowski – ein Nachruf

Es gibt Menschen, die bleiben im Gedächtnis. Durch ihre Art und ihren Umgang mit ihren Mitmenschen. Micha war so jemand.

Als ich letzte Woche in der Juniausgabe vom Thüringer Jäger seinen Nachruf las, dachte ich, mich trifft der Schlag. „Nicht schon wieder, warum gehen immer die, bei denen man sich auf ein Wiedersehen freut?!“ Keine Ahnung, irgendwo hat der dort oben andere Pläne, denen man sich fügen muss.

Micha Laskowski kam aus Thüringen, 2009 sind wir uns in Springe bei einem LERNORT NATUR KOMPAKT Seminar begegnet. Er war still und zurückhaltend, erzählte nicht viel von sich selbst. Ein paar Seminare später wusste ich um seine Jagdleidenschaft, seine Kinder und Hunde und das er jemand ist, auf den man sich 100-prozentig verlassen kann. Ich hatte mal beiläufig erwähnt, dass ich Waschbärfelle brauche. Irgendwann klingelte das Telefon: „Ich schick dir mal eben ein Päckchen, die Pranten musst du aber selber auslösen“. Von ihm weiß ich, dass man mit Rohrkolbensamen und anderen trockenen Samenständen Feuer entzünden kann, über seine Aktivitäten mit den Kindern und Jugendlichen hat er gerne und viel erzählt. Diese Arbeit hat er geliebt. Im Februar rief er mich an, um ein paar Infos zum Naturpädagogen vom DJV zu bekommen – ihm fehlte das LON Training. „Prima, dann sehen wir uns ja noch in diesem Jahr“, waren meine Worte.

Bei der Durchsicht der Seminarfotos ist mir aufgefallen, das Micha und Rudi Haberkorn aus Berlin mehrere Seminare zusammen besucht haben. Rudi ist im April gestorben und ich nehme stark an, dass sich beide zur Sauenjagd verabredet haben…, dort wo ihnen keiner folgen kann.

Im Namen aller Lernort-Natur-Leute, die ihn über die Jahre kennengelernt haben, sprechen wir seiner Familie unser Beileid aus. Ich hätte mich sehr gefreut, ihn wiederzusehen.

Nathalie Bunke

Micha Laskowski war stets ein leidenschaftlicher Lernort-Natur-Aktiver. (Foto: Bunke)

Lernort Natur in der Lehrer/innenausbildung

Vorhang auf für Lernort Natur

Wie aus einem Theater ein Naturerlebnisort werden kann, zeigt eindrucksvoll die Kreisjägerschaft Aachen

Glückliche Gesichter zur Eröffnung nach fünf Monaten harter Arbeit (v. links): Marietheres Fischer, Günter Plum, Hermann Carl und die Monschauer Bürgermeisterin Margareta Ritter.

Die Eifel ist eine wilde und faszinierende Landschaft. Natur pur! Dass hier die Naturpädagogik ein Eldorado hat, wundert eigentlich niemanden. Wer durch die zerklüftete Landschaft in das romantische Eifelstädtchen Monschau fährt, kann seit dem 17. September eine neue Attraktion bestaunen: das Erlebnismuseum Lernort Natur der Kreisjägerschaft Aachen Stadt und Land (KJS). In Anwesenheit von Vertretern der Stadt sowie zahlreichen Besuchern eröffneten KJS-Vorsitzender Günter Plum und der Lernort Natur-Obmann Hermann Carl das Erlebnismuseum.

Lange stand es leer, dass ehemalige Stadttheater am Rande der Monschauer Innenstadt. Im vergangenen Jahr dann vermietete der niederländische Besitzer das Gebäude an die Aachener Jägerschaft, die in dem denkmalgeschützten Gemäuer ein Lernort Natur-Zentrum einrichten wollte.

Eine Bühne für die Natur auf 400 m² zu errichten gelang den Aachenern erstaunlich schnell: Fünf Monate benötigten Hermann Carl und Marietheres Fischer, die beiden treibenden Kräfte, um zusammen mit vielen freiwilligen Helfern aus dem ehemaligen Musentempel ein Haus der heimischen Flora und Fauna zu machen.

Und so betritt der Besucher heute eine vertraute und doch fremde Welt. Neben zahlreichen Präparaten, Geweihen und Gehörnen werden auch die Mittelgebirgslandschaft Hohes Venn und die Eifeler Pflanzenwelt präsentiert. Nicht solitär, sondern immer im Bezug zur gesamten Umgebung. Da finden sich Dioramen mit Singvögeln, Eulen und Mardern, dort plätschert ein Bach, in dem man beobachten kann, was da alles so in ihm lebt. Es darf aber nicht nur geguckt werden. Alle Sinne werden im neuen Erlebnismuseum gefordert: Wie fühlt sich ein Schafsfell an? Wie riecht ein Wildschwein. Und wer mutig ist, traut sich in die Bärenhöhle. Auch in der Eifel eher seltene Tiere lassen sich in der „Afrikaabteilung“ bestaunen. Viel erfahren lässt sich ebenfalls über das bäuerliche Leben und das traditionelle Handwerk. Kurz: Hier bekommt der Besucher eine lebendige Vorstellung vom Leben im Wald und auf dem Feld, früher und heute. Das alles in der Umgebung einer ursprünglichen Landschaft mit einer atemberaubenden Natur.

„Ohne die zahlreichen freiwilligen Helfer hätten wir das nicht in dieser kurzen Zeit schaffen können. Und der weitere Betrieb ist nur durch ehrenamtlichen Einsatz möglich“, sagt Hermann Carl, der sich mit dem Haus auch einen persönlichen Traum erfüllen konnte. Carl ist mit den Schulen und Kindergärten des Aachener Landes seit Jahren naturpädagogisch unterwegs und betreut die Rollende Waldschule der KJS. Seine besondere Leidenschaft gilt den Einsätzen mit behinderten Menschen, für die er unter anderem einen speziellen Rollstuhl konstruiert hat, damit auch sie in unwegsames Gelände gelangen können. „Besonders bedanken möchten wir uns bei den Sponsoren und auch beim LJV NRW. Ohne deren Unterstützung hätten wir dieses Projekt nicht so schnell realisieren können. Jetzt brauchen wir nur noch viele Besucher“, fügt er hinzu, denn das Museum ist ein laufender Betrieb, Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet, der auch Kosten verursacht. Spenden sind herzlich willkommen.

Wünschen wir dem Erlebnismuseum also viele begeisterte Besucher, viele staunende Kinderaugen, zahlreiche Schulklassen aus dem Rheinland und dem Dreiländereck und spannende Erlebnisse für alle in der wunderschönen Eifel.

Kontakt/Adresse: Erlebnismuseum Lernort Natur, Burgau 15, 52156 Monschau
Tel. 02472 98 77 -530 / -531
www.erlebnismuseum-lernort-natur.de

Die Jagd ist ein Thema im Lernort Natur-Haus und wird mit ihrer ökologischen Bedeutung erklärt.

Kompakt im Norden

Beliebte Seminarreihe zieht zahlreiche Teilnehmer nach Mecklenburg-Vorpommern

LERNORT NATUR KOMPAKT, die erfolgreiche und beliebte Seminarreihe des DJV rund um die jagdliche Naturpädagogik, hat sich mit drei Terminen diesmal in Mecklenburg-Vorpommern angesiedelt. Das konnte zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem auch aus dem tiefsten Westen der Republik nicht von der langen Anreise abhalten.

Die beiden Referenten Nathalie Bunke und Peter Vieres begrüßten eine bunt gemischte Truppe aus mehreren Landesjagdverbänden vom 26. bis 28. April im Natur- und Umweltpark in Güstrow. Vermittelt wurden bei diesem ersten Teil praktische und theoretische Grundlagen von Lernort Natur. Weiter geht es mit Teil zwei vom 14. bis 16. Juni und Teil drei vom 30. August bis 1. September, ebenfalls in Güstrow. Alle Termine sind ausgebucht. Ein weiterer „Dreiteiler“ ist derzeit in Vorbereitung. Die Seminare in Mecklenburg sind der Auftakt zur neuen Initiative des DJV, mit der sich Lernort Natur-Aktive zu Naturpädagogen qualifizieren können.
(Foto: Stefanie Große)

WWF fördert 50 Naturschutzprojekte in Deutschland mit je 5000 Euro

DJV ruft Kreisjägerschaften zum Mitmachen auf

Zu seinem 50-jährigen Bestehen ruft der World Wildlife Fund (WWF) einen Naturschutzwettbewerb aus und vergibt 50 mal 5000 Euro an Naturschutzprojekte “vor der Haustür”. Ausschlaggebend für die Beurteilung von Projekten seien folgende Faktoren:

- naturschutzfachlicher Wert – Innovationsgrad – Umweltbildungs- bzw. Öffentlichkeitswirksamkeit

Die Antragsteller müssen sich selbst aktiv an der Umsetzung der Idee beteiligen. Bewerbungsschluss ist der 31. Juli 2013. Bewerben können sich Kreisjägerschaften und Hegeringe – jedoch keine Einzelpersonen.

Mehr Informationen zum Wettbewerb im Flyer.

Teilnahmeformular

Wir trauern um Rudi Haberkorn

Am 22. März 2013 ist unser Lernort Natur-Kollege Rudi Haberkorn aus Berlin von uns gegangen. Im Namen des Deutschen Jagdschutzverbandes und allen, die ihn auf unseren Seminaren und darüber hinaus kennen und schätzen gelernt haben, sprechen wir hiermit seiner Familie unser tief empfundenes Beileid aus. Rudi, du wirst uns fehlen!

Mit ihren folgenden Zeilen hat Nathalie Bunke, die lange mit Rudi zusammenarbeitete, für uns alle die richtigen Worte gefunden. Danke, Nathalie.

Persönlicher Nachruf auf Rudi

So ganz unerwartet kam die Nachricht von seinem Tod nicht, Rudi hatte Darmkrebs und ging ganz offen damit um. Ich hatte eine SMS von ihm im letzten August bekommen als ich gerade auf den Bock saß. „Wie geht es dir, was machen die Sauen? – ach übrigens, ich habe Krebs.“ Es folgten viele Telefonate, meist wenn ich im Revier Ruhe hatte. Die erste Chemo schlug nicht an, der Krebs war zu aggressiv, als das man hätte operieren können. Zum Jahresende kam bei ihm Zuversicht auf, er wollte noch das Waldpädagogik Zertifikat machen und würde sich auf die Lernort Natur Einsätze freuen. Ich hatte ihn 2010 auf einem DJV-Seminar kennengelernt. Er wollte unsere Lernort-Natur-Arbeit im Verband unterstützen. Als Sozialpädagoge, der in Reinickendorf mit Kindern und Jugendlichen arbeitete, eine ideale Besetzung. Seit dieser Zeit gab es immer wieder Arbeitstreffen und Seminare zur Kinder- und Jugendarbeit, die er bereicherte mit seinen Spielideen, seinem Humor und Witzen an der Feuerschale.

Vor meiner Zeit im Landesjagdverband war er lange Jahre im Vereinsleben aktiv, später gesellte er sich zur LJV-Skatgruppe. Neben seiner Begeisterung für unsere gemeinsame Sache war er ein begnadeter Jäger. Seine Erlebnisse unmittelbar nach der Wende waren viele Geschichten lang, sie haben ihn nachhaltig geprägt. Dank Rudi und seiner Vermittlung sind mein Mann und ich bei der Landesforst Brandenburg in einer traumhaften Ecke untergekommen. Er liebte seinen Wald nördlich von Berlin, hier war er als begnadeter Sauenjäger unterwegs, der auch mal im Auto schlief, wenn es nötig war. Um Weihnachten herum bat er mich seine Waffe zu veräußern, er würde nie wieder zur Jagd gehen können, der Waldpädagoge müsse reichen.

Am Freitag, dem 22. März 2013 ist Rudi Haberkorn im Kreise seiner Familie eingeschlafen und soweit ich weiß, konnte er das Leben auch versöhnt loslassen. Wir, die wir zurückbleiben, haben einen engagierten, lebenslustigen und positiven Menschen sowie begnadeten Jäger verloren. Die Lernort-Natur-Gruppe einen der besten Mitstreiter. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau und seiner Tochter, die ihn haben loslassen müssen.

Übrigens, Rudis letztes Mitbringsel, ein guter Wein als Anerkennung für meine Arbeit, steht noch heute im Keller. Ich wollte sie für einen besonderen Moment aufheben. Vielleicht sollte ich sie öffnen und auf ihn anstoßen, er hätte bestimmt ein Gläschen mitgetrunken und Witze gemacht.

Nathalie Bunke

Rudi Haberkorn und Nathalie Bunke (Foto: N. Bunke)

„Wie sag´ ich´s einem Kinde?“

Pädagogikseminar in Güstrow

Da heißt es nochmal Schulbank drücken: Aktive und angehende Lernort-Natur-Aktive kamen vom 15. bis 17. März in den Natur- und Umweltpark in Güstrow. In dem Pädagogikseminar der Bildungsinitiative “Lernort Natur” vermittelten die Referenten Hans Schild und Peter Vieres pädagogisches Grundwissen, um die Kommunikation mit Schulen und Pädagogen zu erleichtern. Vierzehn Teilnehmer aus Hamburg, Niedersachen, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern lernten Fachbegriffe der Pädagogik, Lerntheorien und die Bedeutung von Lehrplänen. Auf dem Programm stand ebenso der Umgang mit Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher Altersstufen.

Von der Theorie zur Praxis: In der verschneiten mecklenburgischen Landschaft trainierten die Seminarteilnehmer auch praktische Maßnahmen, die mit Kinder- und Jugendgruppen angewendet werden können. Dabei zeigte sich erneut die Vielfalt der Naturpädagogik, die fächerübergreifend und für alle Altersgruppen und Schularten eingesetzt werden kann. Für die Jagdverbände zeigen ausgebildete Lernort Natur-Pädagogen Möglichkeiten der Öffentlichkeitsarbeit.

LERNORT NATUR auf der Bildungsmesse didacta

DJV-Bildungsrefent Ralf Pütz stellt die Initiative Lernort Natur auf der Bildungsmesse didacta vor. Erstmalig ist der Auftritt in die Sonderschau “Natur Erleben” mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und dem Bundeslandwirtschaftsmininsterium integriert.

LERNORT NATUR - Offizielles Projekt der Weltdekade der Vereinten Nationen

Lernort Natur ist bereits seit 2008 ein offizielles Projekt der “Weltdekade Bildung für Nachhaltige Entwicklung”.

Was bedeutet das? Wie vermittelt die Initiative Lernort Natur Bildung für Nachhaltige Entwicklung? Lesen Sie hier mehr.

Natur erleben in den Kölner Messehallen

Lernort Natur auf der Bildungsmesse didacta

Lernen mit Kindern und Jugendlichen im Wald? Welchen Nutzen das hat und wie Waldpädagogik aussehen kann, darüber informiert der Deutsche Jagdschutzverband ab heute mit seiner Initiative „Lernort Natur“ auf der Bildungsmesse didacta in Köln. Im Rahmen der Sonderschau „Natur erleben“ werden gemeinsam mit den Projektpartnern waldpädagogische Angebote vorgestellt, Bildungsmatrialien verteilt und Fragen beantwortet. Bis zum 23. Februar findet Europas größte Bildungsmesse in den Kölner Messehallen statt. Mitarbeiter des DJV erwarten Messebesucher am Stand in Halle 7.1, Gang G.

In diesem Jahr ist der Lernort-Natur-Stand des DJV in die große Sonderschau „Natur erleben“ eingebunden. Sie wird von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, der Bonner Jägerschaft und dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gestaltet. Praxiserfahrene Ansprechpartner informieren über waldpädagogische Projekte wie beispielsweise „SOKO WALD – Auf den Spuren des Unsichtbaren“, die Rollenden Waldschulen von Lernort Natur oder regionale waldpädagogische Einrichtungen und Fortbildungsangebote in Nordrhein-Westfalen.

Seit mehr als zwanzig Jahren ist der DJV mit seiner Initiative Lernort Natur bei der didacta dabei. Neben den Materialien für alle Schul- und Altersstufen zeigen Jägerinnen und Jäger, welche praktischen Maßnahmen gestaltet werden können. Erlebnisorientiertes Lernen mit allen Sinnen steht im Vordergrund der bundesweit tätigen Natur- und Waldpädagogen. Lernort Natur ist bereits seit 2008 ein offizielles Projekt der UNESCO “Weltdekade Bildung für Nachhaltige Entwicklung”.

Weitere Informationen zur Bildungsmesse didacta gibt es unter www.didacta-koeln.de.

Für mehr Informationen über die Sonderschau Natur erleben klicken Sie hier.

Rolf Meine von der Jägerschaft Peine in Niedersachsen berät Messebesucher der didacta über waldpädagogische Bildungsmaßnahmen und berichtet von der Intitiative Lernort Natur.

Wanderfalke oder Turmfalke - Ein Mitarbeiter am Stand des DJV zeigt die Möglichkeiten, die sich für das Bildungskonzept von Pädagogen im Wald bieten.

Besuchen Sie uns auf der Internationalen Grünen Woche

Was ist der Unterschied zwischen Uhu und Eule? Wie borstig ist das Fell des Wildschweins wirklich? Oder warum ist ein Kaninchen nicht das Gleiche wie ein Hase? Diesen Fragen können Kinder und Jugendliche bei einem Gang durchs Biotop des DJV auf der Grünen Woche auf den Grund gehen. Vom 18. bis 27. Januar ist der Jagdverband mit seiner Intitiative Lernort Natur auf der weltgrößten Lebensmittelmesse in Halle 26a vertreten.

Kindergarten- oder Schülergruppen sind herzlich Willkommen ihr Wissen im Biotop zu testen. Am Ende wartet fette Beute: Ausmalbücher, Poster, Lesezeichen oder Buttons mit wilden Tieren können sich die Kinder nach einem erfolgreichen Quiz aussuchen. Anmeldungen für Gruppen richten Sie bitte an: pressestelle@jagdschutzverband.de oder unter der 030-209 1394 0.

Am Stand zeigt der DJV zudem für Messebesucher aller Altersgruppen, was Jäger zum Erhalt der heimischen Natur und nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen beitragen. Fragen sind erwünscht! Mitarbeiter des DJV werden vor Ort sein und haben vielfältiges Informationsmaterial im Gepäck. Daneben wird auch der Geschmackssinn nicht zu kurz kommen: wilde Happen beweisen, wie gesund und lecker heimisches Wildbret ist.

Den Unterschied zwischen Uhu und Eule können Besucher im Biotop am Stand des DJV nicht nur sehen sondern auch fühlen. Der Jagdverband ist mit seiner Initiative Lernort Natur auf der Internationalen Grünen Woche vertreten. Besuchen Sie uns in Halle 26a.

Memorie spielen mit Eicheln und Tannenzapfen

Jäger schulen Erzieher / waldpädagogisches Seminar in Baden-Württemberg

Bei einem Memorie-Spiel mit Waldgegenständen wie Eicheln, Kastanien und Tannenzapfen lernten sich 15 Erzieherinnen der Sinsheiner Kindergärten beim waldpädagogischen Seminar kennen. Durch das Ertasten der Waldfrüchte bilden Kinder später willkürliche Paare statt der sowieso schon existierenden Grüppchen – gut für gesteigerte Neugierde, Offenheit und Kontaktfähigkeit.

Das Seminar der Initiative Lernort Natur spendierte die Heidelberger Jägervereinigung. Am „Roten Weg“ beim Buchenauerhof wurde praktisch gezeigt, wie Natur und deren tieferes Verständnis vermittelt und zum Erlebnis werden können. Verantwortlich waren Hagen Jourdan, Ausbildungsleiter und Schatzmeister der Heidelberger Jägervereinigung, sowie Helga Duczek, Jägerin, zertifizierte Waldpädagogin und Erzieherin, die mit ihren Mitarbeitern von „Hedu-Natur“ seit Jahren im Rhein-Neckar-Kreis und bis ins benachbarte Ausland tätig ist.

„Mehr Naturbezug ist immer wichtig“, sagte der Sinsheimer Oberbürgermeister Jörg Albrecht und dankte den Jägern für die kostenlose, hochwertige Schulung. Den Tag verbrachte die Gruppe mit praktischen, zum Teil spielerischen Aktionen: In Form eines „Waldsofas“ wurde ein Basislager gebaut – nicht am Wegrand, sondern tief im Wald, weil man mit dem Ort etwas Geheimnisvolles, Lauschiges verbindet. Spiele zu Tierspuren wie Trittsiegel vom Reh, Malbäume von Wildschweinen und Fegespuren des Gehörns an Jungpflanzen, zum Thema Wildverbiss, zu weithin ausgestorbenen Beutegreifern wie Wolf und Luchs. Daran schlossen sich ein umfassender Gedanken- und Erfahrungsaustausch an. Ziel ist das Vermitteln von Sinneserlebnissen, die rar geworden sind in der modernen Lebenswelt.

Die Forstpartie nahm den Seminartag zum Anlass, über die aktuelle rechtliche Situation in Sachen Verkehrssicherungspflicht zu informieren. Durch ein Urteil des Oberlandesgerichts Saarbrücken standen waldpädagogische Unternehmungen vor Kurzem unter ungünstigem Stern: Waldbesitzer sollten für etwaige – in der Praxis reichlich hypothetische – Gefahren haften. Dieses Urteil habe der Bundesgerichtshof nun kassiert. Wäre dem nicht so, hätte dies einen kaum zu bewältigenden Aufwand für Organisatoren von „Lernort Natur“-Veranstaltungen bedeutet. Ein morscher Ast nur in der Nähe des „Waldsofas“ eines Kindergartens z. B. hätte die ganze Unternehmung gefährdet. Die Jagdpächter oder Forstrevierleiter hätten vor jedem Waldtag unzählige Ortstermine einlegen und jeden Platz inspizieren müssen, den die Kinder mit ihren Erziehern aufsuchen.

Beim waldpädagogischen Seminar im baden-württembergischen Sinsheim lernten sich 15 Erzieherinnen mithilfe von Waldfrüchten kennen. (Foto: Helga Duczek)

Jäger der Initiative Lernort Natur zeigten den Erzieherinnen Übungen zur Wahrnehmungsschulung, Vertrauensbildung und zur Gewaltprävention, die sie mit "ihren" Kindern im Wald machen können. (Foto: Helga Duczek)

Abschluss mit Auszeichnung

Lernort Natur kompakt, der beliebte Seminardreiteiler des DJV, fand in diesem Jahr im baden-württembergischen Esslingen statt. Bis zu 15 Teilnehmer nahmen an allen oder an einzelnen Terminen teil und kamen nicht nur aus dem Ländle. Die größte Entfernung hatte ein Teilnehmer von der Nordsee zu bewältigen.

Vom 28.-30.9.2012 fand die Reihe mit dem 3. Teil ihren Abschluss. Drei intensive Trainingswochenenden lagen hinter den Jägerinnen, Jägern und nichtjagenden Teilnehmern, die von den DJV-Referenten Nathalie Bunke aus Berlin und Peter Vieres aus Bochum in den Grundlagen der Lernort Natur-Initiative und der Naturpädagogik geschult worden waren. Neben der Theorie stand viel Praxis auf dem Programm: Vorbereitung und Durchführung von Waldgängen mit unterschiedlichen Altersgruppen, Bodenuntersuchungen und Gewässergütebestimmungen, viele Spiel- und Basteltipps, Vorstellung des immer umfangreicher werdenden Materialangebotes, Öffentlichkeitsarbeit, pädagogische Grundlagen, Projektmanagement, Versicherungs- und Finanzierungstipps und vieles mehr. Schließlich versteht sich Lernort Natur kompakt als eine „Grundausbildung“ in Sachen Natur- und Umweltbildung.

Für die Teilnehmer aus Baden-Württemberg war der letzte Teil ein Abschluss mit Auszeichnung: Landesjägermeister Dr. Dieter Deuschle ernannte sie zum „Naturpädagogen im LJV Baden-Württemberg“ und überreichte dazu eine Urkunde. Mit dieser Bezeichnung will der LJV die Lernort Natur-Aktiven qualifizieren und die Bezeichnung „Naturpädagoge“ etablieren. Basis für eine Anerkennung ist das Wissen entsprechend der Ausbildung zum Jagdschein ohne Schießnachweise und die Teilnahme an einem dreiteiligen Kompaktkurs des DJV oder anderen gleichwertigen Fortbildungsnachweisen.

Zur weiteren Gestaltung dieses innovativen Ansatzes für die Qualifizierung der jägerischen Natur- und Umweltbildung arbeiten die Akademien für Wild, Jagd und Natur von LJV und DJV zukünftig eng zusammen.

Der „Fingerabdruck“ von Hase und Hirsch

Wilden Tieren auf der Spur / Hörfunkbeitrag jetzt online

Hasen haben lange Ohren, Hirsche ein großes Geweih und kleine Wildschweine haben Streifen – Kinder hegen ganz bestimmte Vorstellungen von den heimischen Wildtieren, die nicht zwingend aus der Natur selbst stammen. Vielmehr haben sie ihr Wissen aus Büchern und Filmen. Und in solchen Büchern sind dann häufig auch Abdrücke von Tierpfoten abgebildet. Solche Spuren im Wald und auf der Wiese zu entdecken, ist dann schon etwas ganz anderes. Die Jägerin Anja Blank hat eine Gruppe Hortkinder zum Spurenlesen mit ins Revier genommen. Sie ist eine von bundesweit rund 4.000 ehrenamtlich tätigen Jägerinnen und Jägern, die zusammen rund 10.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit im Monat leisten – mit steigender Tendenz. Hören Sie einen Bericht.

Wie beliebt Entdeckungsreisen im Revier für Kinder und Jugendliche im Übrigen sind, zeigt eine Umfrage des Deutschen Jagdschutzverbandes (DJV) aus dem Vorjahr unter mehr als 150 Jägervereinigungen. Demnach haben 2011 in Deutschland mehr als 180.000 Kinder im Vorschulalter unter Anleitung von Jägern die lokale Flora und Fauna erkundet. In der Altersgruppe zwischen sieben und zehn Jahren waren zirka 350.000 Besucher.

Mehr Informationen zur Initiative Lernort Natur und Kontakt zu Ansprechpartnern in den Landesjagdverbänden finden Sie in der Rubrik “Über Lernort Natur”.

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Lernort Natur Handwerklich 2

Naturpädagogik mit Jugendlichen

Nach den ersten Seminaren zu diesem Thema bieten wir nun in Fortsetzung einen weiteren Teil in der Berufsbildenden Schule Goslar. Am praktischen Beispiel der Herstellung eines Räucherofens für das Kalträuchern (Wildschinken usw.) zeigen wir, wie mit Jugendlichen über 16 Jahren Naturpädagogik praktisch gestaltet werden kann. Wir behandeln auch die methodischen Grundlagen eines solchen Einsatzes in den unterschiedlichen Schulstufen und zeigen, wie damit eine interessante Öffentlichkeitsarbeit gemacht werden kann. Material-, Finanzierungs- und Sicherheitsfragenfragen runden den Themenkreis ab.

Es besteht die Möglichkeit, einen eigenen Ofen zu bauen. Bei Mitnahme werden zusätzlich die Materialkosten von 70 Euro in Rechnung gestellt (Selbstkostenpreis).

Seminarleitung: Wolfgang Ritzke
Termin: 30.11. bis 2.12.2012
Ort: Goslar
Teilnehmerbeitrag: 145 Euro (davon 50 Euro LJV-Anteil bei Nachweis der ehrenamtlichen Funktion)

Wir bitten um Rückmeldung per mail bis spätestens 26.10.2012.

E-Mail: r.puetz@jagdschutzverband.de

Waldjugendspiele locken Kinder in die Natur

Hegereing Ascheberg führt mit Lernort Natur durch das "Grüne Klassenzimmer"

Die Lernort Natur-Aktive, Carmen Irmen, war dabei. Sie begleitete die Kinder mit einer Kamera. Sehen Sie hier einige Impressionen

Wald statt Medikamente

Lernort-Natur-Preis 2012 geht nach Bochum

In den Wald mit dem Zappelphilipp – geht das überhaupt? Hyperaktive Kinder, die sich leicht ablenken lassen und scheinbar nicht stillsitzen können einerseits, eine Umgebung, die wie keine andere Ruhe und Zeiträume für Besonnenheit symbolisiert, auf der anderen Seite. “Klar funktioniert das”, sagt Peter Vieres, Waldpädagoge und Vorstand des Förderkreises “Lernort Natur Bochum und Umgebung e.V.”. So gut sogar, dass der Förderkreis für sein Projekt “Wald statt Ritalin” kürzlich auf dem Landesjägertag des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf mit dem “Lernort-Natur-Preis 2012” der Wildtier- und Biotopschutz-Stiftung NRW geehrt wurde. Die Auszeichnung, die mit 2000 Euro dotiert ist, wird für besondere Dienste im Bereich Lernort Natur vergeben.

Seit 2010 läuft das aufwändige Projekt “Wald statt Ritalin” in Zusammenarbeit mit der Cruismannschule, eine Förderschule in Bochum, der Evangelischen Fachhochschule Bochum und der Walderlebnisschule Bochum, unterstützt von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Durch gezielte waldpädagogische Maßnahmen mit Kindern, die unter dem Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) leiden, sollen positive Wirkungen erzielt und die Einnahme von Ritalin, einem Medikament zur Behandlung spezifischer Symptome von ADHS, bestenfalls reduziert werden.

Im Jahr 2010 hatte Waldpädagoge Peter Vieres eine Vorstudie mit Kindern einer Förderschule durchgeführt. Die Ergebnisse der Wahrnehmungs- und Konzentrationstests ermutigten zur Fortführung des Projekts im darauffolgenden Jahr mit drei Schulen unter Einhaltung wissenschaftlicher Standards. Bei der Auswertung konnte ein deutlich verbessertes Sozialverhalten der “Wald-Probanden” gegenüber der Kontrollgruppe beobachtet werden.

Die Studienergebnisse haben dazu geführt, dass die Fachhochschule, die Cruismannschule und die Walderlebnisschule in Bochum ein Netzwerk planen, um weiterhin unter ADHS leidenden Kindern und Jugendlichen zu helfen. Für die Initiative Lernort Natur ist dieses Projekt nur ein herausragendes Beispiel für die vielfältigen Möglichkeiten der von den Jägerschaften betriebenen Naturpädagogik: Insgesamt haben die zirka 4.000 ehrenamtlich tätigen Jäger bundesweit mehr als zwei Millionen Stunden für die Initiative Lernort Natur in den vergangenen 20 Jahren – seit ihrer Gründung – geleistet. Das sind annähernd 10.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit im Monat – Tendenz steigend. In den Vordergrund stellt der Deutsche Jagdschutzverband (DJV) als anerkannter Naturschutzverband dabei das erlebnisorientierte Lernen.

Der Förderkreis “Lernort Natur Bochum und Umgebung e.V.” hat mit der Walderlebnisschule seit zwölf Jahren einen festen Standort in Bochum-Harpen, an dem verschiedene Aktivitäten zum Thema Umwelt- und Naturerziehung durchgeführt werden. Schulen, Kindergärten, Vereine, die Familienbildungsstätte und andere Gruppen nutzen die Angebote. Unter den mittlerweile 120 Mitgliedern des Förderkreises sind zertifizierte Landschafts- und Naturführer sowie Waldpädagogen. Andere haben die zahlreichen Lernort-Natur-Fortbildungen genutzt und können nun als qualifizierte Aktive anderen Teilnehmern die Natur sachgemäß nahe bringen.

LJV-Präsident Ralph Müller-Schallenberg übergibt den Lernort-Natur-Preis 2012 des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen an Werner Zalisz und Peter Vieres (v.l.n.r.).

Handy aus - Natur an

Pilotseminar „Wie sag‘ ich‘s einem Kinde“ vermittelt pädagogische Grundlagen

Wer Kinder heute für Wald, Wild und Natur begeistern will, hat es mitunter schwer. Nicht nur, dass der kleine Jonas nicht zuhören will und die große Lea partout „keinen Bock“ auf eine Walderkundung hat – müssen nun auch Bäume und Tiere gegen Smartphones und MP3-Player punkten. Was also tun?

Lernort-Natur-Aktive stehen vor vielfältigen pädagogischen Herausforderungen. Immer scheint es, dass ihr umfangreiches Wissen nicht ausreicht, um alle Kinder und immer häufiger auch Erwachsene für die Vorgänge in der Natur zu begeistern. Die wenigsten Jägerinnen und Jäger sind ausgebildete Lehrer.

Auf die vielen Anregungen und Rufe nach Hilfe zu diesem Thema reagierte der DJV mit einem ersten Pilotseminar. Ende August fand im Haus Neuland bei Bielefeld das Seminar „Wie sag‘ ich‘s einem Kinde“ unter der Leitung der beiden Lernort-Natur-Experten Peter Vieres und Hans Schild statt. Die beiden gebürtigen Lehrer zeigten den 15 Jägerinnen und Jägern Grundlagen der Pädagogik für die unterschiedlichen Alters- und Schulstufen. In Theorie- und Praxisteilen wurden beispielsweise die Bedeutung von Lehrplänen, Tipps für die gute Zusammenarbeit mit Lehrern und Schulleitung und die Umsetzung des Themas Jagd vermittelt.

Dozent Peter Vieres ist zufrieden: „Wir können zwar niemanden in zwei Tagen zum Lehrer ausbilden. Aber wir können Hilfestellungen geben, die vor den unterschiedlichen Einsätzen etwas mehr Sicherheit geben und die Kommunikation mit der Schule erleichtern.“

Da die Nachfrage für dieses Seminar höher war als die zur Verfügung stehenden Plätze, konnten leider einige Interessenten nicht zum Zuge kommen. Es werden darum Folgeseminare angeboten. Die Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Damit der Lernort Natur-Einsatz kein Sprung ins Ungewisse wird: ein Pädagogikseminar hilft weiter. (Foto: Anja Blank)

In den Ferien vom Jäger lernen

Lernort Natur statt Naturentfremdung

Mit den beginnenden Sommerferien haben die Naturpädagogen des Landesjagdverbandes Baden-Württemberg wieder alle Hände voll zu tun. Gerne kommen die Jäger der großen Nachfrage nach Veranstaltungen im Rahmen von Kinderferienprogrammen oder Zeltlagern nach.

Mit der Initiative „Lernort Natur“, die der Deutsche Jagdschutzverband und die Landesjagdverbände bundesweit schon seit über 20 Jahren anbieten, wirken sie wesentlich der Naturentfremdung von Kindern und Jugendlichen entgegen. Durch ihre fundierte Ausbildung und die Kenntnisse von lokaler Fauna und Flora sind Jäger prädestiniert für „Biologieunterricht vor Ort“. Im Vordergrund von „Lernort Natur“ steht dabei das erlebnisorientierte Lernen: Rund 10.000 bis 15.000 Kinder und Jugendliche pro Jahr gehen allein in Baden-Württemberg mit besonders geschulten Ehrenamtlichen des Landesjagdverbandes auf Entdeckungsreise in der Natur.

Die Kinder lernen dabei Wildtiere und Pflanzen hautnah kennen und werden von erfahrenen Fachkräften spielerisch in Zusammenhänge in der Natur eingeweiht. Sie erleben die Schönheit der Natur mit allen Sinnen, z. B. Düfte und Gerüche in Wald und Wiese, Rufe, Laute und Gesänge, Fühlen und Tasten an Bäumen, barfuß über Pfade mit verschiedenen Naturmaterialien oder Wildbeobachtungen mit dem Jäger. Eltern sind oft erstaunt, wie viel Entspannung ihren Kindern schon wenige Stunden in der Natur bringen. Großen Wert legen die Jäger darauf, den Teilnehmern das Prinzip der nachhaltigen Nutzung zu vermitteln. Das funktioniert am Beispiel der Jagd ebenso gut wie am Beispiel des modernen Waldbaus. In beiden Fällen wird nur so viel aus der Natur entnommen, wie dauerhaft nachwächst.

Als neuestes „Flaggschiff“ steht den Naturpädagogen vor Ort der „Lernort Natur“-Anhänger des Landesjagdverbandes Baden-Württemberg zur Verfügung. Vor einem Jahr in Dienst gestellt, ist der fast acht Meter lange Anhänger, der je nach Anlass als rollendes Klassenzimmer oder als Diorama ausgestaltet werden kann, mittlerweile landesweit unterwegs.

Ansprechpartner rund um „Lernort Natur“ sind die Jugendbeauftragten der Kreisjägervereinigungen vor Ort oder der Landesjagdverband Baden-Württemberg (www.landesjagdverband.de).

Ansprechpartner vor Ort lassen sich auch auf der Internetseite www.lernort-natur.de finden.

Vielseitiges Klassenzimmer: Im Lernort Natur-Anhänger können Kinder die heimische Flora und Fauna nicht nur sehen, sondern auch fühlen und riechen (Foto: LJV Baden-Württemberg)

Rittersaal und Jagdvergnügen

Ausflug in die Vergangenheit: Neue Dauerausstellung auf Schloss Granitz

Comic-Dackel Waldi begrüßt zusammen mit Fürst Wilhelm und Fürstin Wanda zu Putbus als heimlicher Schlossherr die Besucher des Schlosses Granitz auf Rügen. Waldi zeigt Kindern – aber auch Erwachsenen – röhrende Hirsche, Geweihmöbel und kurioses aus dem Kunstgewerbe. Einen Tagesausflug wert, ist die kürzlich eröffnete Dauerausstellung „Rittersaal und Jagdvergnügen“. Sie ist den fürstlichen Gästen, die die Jagdsaison hier verbrachten, gewidmet. Wie der landeseigene Betrieb für Bau und Liegenschaften in Schwerin mitteilte, wurde die Schau im prunkvoll ausgestatteten Rittersaal eingerichtet.

Mal in Ritterrüstung und mal in fürstlichem Gewand begleitet Jagdhund Waldi die kleinen – und auch großen Besucher – durch das aufwendig rekonstruierte Schloss. Einen Ausflug in die Vergangenheit bietet die archäologische Sammlung und der Rittersaal mit einem Ofen in Form eines Ritters.

Das Jagdschloss Granitz beherbergte während der Jagdsaison zahlreiche fürstliche Gäste. Von dort aus ging unter anderem König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen (1795-1861) mit den Hausherren auf die Pirsch. Die Gäste hinterließen ihre Eindrücke im Gästebuch und begegnen den Besuchern jetzt in der Ausstellung. Zeitungsmeldungen und Karten geben Auskunft über ihre Jagderfolge. Einladungskarten zur Jagd in den fürstlichen Putbusschen Revieren zeigen die akribische Planung der Gastgeber.

Das Jagdschloss Granitz auf Rügen (Foto: Thomas Grundner)

Blick in das Foyer des Jagdschlosses (Foto: Thomas Grundner)

Jäger machen sich auf in-den-wald.de

Neues online-Netzwerk für Waldpädagogen

Eine neue Internetplattform bietet den zahlreichen Lernort Natur-Anbietern die Möglichkeit, sich selbst vorzustellen und auf die vielfältigen naturpädagogischen Aktivitäten der Jäger hinzuweisen. Seit Juni können sich Interessierte auf www.in-den-wald.de einen Überblick über die zahlreichen waldpädagogischen Aktivitäten in Deutschland verschaffen. Auf der Internetseite lassen sich schnell regionale Angebote mit dem richtigen Ansprechpartner finden.

Dieses ständig wachsende Netzwerk wird von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald betrieben. Akteure und Einrichtungen der Waldpädagogik können sich mit ihrem Angebot eintragen und ausführlich vorstellen. In-den-wald.de ist allerdings eine reine Anbieterdatenbank und dient nicht der Einstellung von Terminen. Die Einträge auf der Internetseite werden von den Anbietern selbst gepflegt. Nach Registrierung kann über eine spezielle Eingabemaske das entsprechende Angebot eingestellt werden. Neben allgemeinen Kontaktinformationen können Angebote beschrieben und Referenzen und Bilder eingestellt werden.

Auf www.in-den-wald.de können Waldpädagogen ihr Projekt einstellen und sich Interessierten vorstellen.

Jäger "machen" Sommerferien

Naturpädagogik mit Lernort Natur im Zille-Hort in Stahnsdorf

Da war jeden Tag etwas los: Anfang Juli gestaltete Wolfgang Ritzke mit seinen Schülern von der Berufsbildenden Schule aus Goslar das Ferienprogramm für die Kinder der Kindertagesstätte Zille-Hort in Stahnsdorf bei Berlin. Diese Kooperation war auf der Bildungsmesse didacta in Hannover im Februar des Jahres zustande gekommen, wo die Besucher am Lernort Natur-Stand des DJV erleben konnten, was mit der faszinierenden Initiative der Jäger alles möglich ist. Hier zeigten Lehrer mit ihren Schülern, wie mit einfachen Mitteln Bienen- und Meisenkästen, Holzmöbel und Dekorationsgegenstände gebaut und wie solche praktischen Tätigkeiten methodisch und didaktisch im Unterricht verankert werden können.

Das wollte Ingrid Drechsel, Leiterin des Zille-Hortes Stahnsdorf einmal demonstrieren und lud die ganze Mannschaft mit den Lehrern Wolfgang Ritzke und Axel Gräper für eine Woche nach Brandenburg ein, um eine Ferienwoche für die Kinder zu gestalten. Die Sonne zeigte sich ebenfalls interessiert und erlaubte es rund 100 Ferienkindern und zahlreichen Stahnsdorfern, den vielen Angeboten und Aktivitäten unter freiem Himmel nachzugehen. Besucher dafür gab es reichlich, die Neugierde auf Naturpädagogik mit Jägern ist groß: „Ich wusste gar nicht, dass die Jäger auch so was machen. Ich dachte immer, die jagen nur“, äußerte sich denn auch ein Teilnehmer verwundert, der sich genau wie Bürgermeister Bernd Albers zum Mitbasteln animieren ließ. Da wurden beispielsweise Ohrenkneifer-Häuschen für Pflanzkübel montiert, um die Insekten zum Schutz vor Blattläusen in die Blumentöpfe zu locken und „Feenhäuser“, um Träume einzufangen. „Lauter Unikate“, stellte Sigrid Drechsel fest. „Jedes sieht anders aus, einfach toll.“

*Den Naturpädagogen und Fereienkindern über die Schulter geschaut, hat der örtliche Fernsehsender “Teltow-Kanal”. Zum Beitrag gehts hier*

Praktisches Werkeln mit Naturmaterialien macht Spaß – und nebenbei lernt man auch noch eine ganze Menge. Axel Gräper, Lehrer der Berufsbildenden Schule in Goslar, baut hier ein Ohrenkneiferhäuschen. (Foto: DJV/Pütz)

Den Wald spüren, sehen und hören

Jäger bei den „Science Days für Kinder“

Einen Wild- und Wald-Workshop vor eher ungewöhnlicher Kulisse organisierten Jäger der Kreisvereine Lörrach und Offenburg im Rahmen der „Science Days für Kinder“. Die Veranstaltung, ausgerichtet vom Förderverein Science und Technologie, fand am 19. und 20. Juni im Europapark Rust statt.

Die Jäger hatten mit Hilfe der Siebtklässler der Montfort-Realschule Zell ein Wildtierdiorama aufgebaut, das zum Publikumsmagneten wurde. Das Angebot war bunt und vielfältig: Fühlboxen, Tierfelle zum Streicheln, das Geweih eines Rothirschs durfte „anprobiert werden“, und es galt die Jahresringe von Gamskrucken zu zählen. Mit viel Spaß wurde das Verhalten bei einer unerwünschten Begegnung mit Schwarzwild trainiert: „Hau ab, du Wildsau!“, schallte es aus zahlreichen jungen Kehlen. Zum Schluss gab es für jeden Teilnehmer einen selbst gestempelten Tierbutton zum Mitnehmen.

Die Idee, die bundesweite Bildungsinitiative des Jagdschutzverbands „Lernort Natur“ im Rahmen der Science Days für Kinder zu präsentieren, hatten Christine Spickermann aus Lörrach und Frederik Daniels aus Offenburg. Sie zeigten sich sehr zufrieden mit der positiven Resonanz der Veranstaltung. Die Gelegenheit, mit „echten“ Jägern auch kritisch über die Jagd zu diskutieren, wurde von den erwachsenen Besuchern der Science Days wahrgenommen. Insbesondere die Themen Wildschäden und die Problematik der neu zugewanderten Tierarten (Neozoen, wie z. B. Nutria oder Marderhund) wurden häufig angesprochen.

Die Science Days sind seit acht Jahren eine beliebte Bildungsveranstaltung für Vier- bis Achtjährige und wurden kürzlich im Wettbewerb „Ideen für die Bildungsrepublik“ ausgezeichnet. Der große Zuspruch des Jägerstands zeigte, dass der Bedarf an Naturpädagogik groß ist.

Christine Spickermann, vom Lernort Natur der Jägervereinigung Lörrach, zeigt den Kindern des Science Days die Bewohner des Waldes (Foto: M. Weber)

Freiwillig Schule am Samstag? - Klar, wenn's in den Wald geht!

Lernort-Natur Training mit DJV-Referenten

Das war mal eine andere Schulglocke: Jagdhörner erklangen kürzlich auf dem Schulhof der Bersenbrücker Grundschule im Osnabrücker Land. Auf Einladung des Deutschen Jagdschutzverbandes kamen um die siebzig Kinder der ersten bis vierten Klassen freiwillig an einem Samstagnachmittag zur Schule. Anja Blank und Johannes Nagelschmitz begrüßten sie mit dem Jagdhorn und zeigten dabei gleich, welche Bedeutung ein solches „Jägerhandy“ bis heute hat.

Anhand von Frühjahrsboten wie Maiglöckchen und Buschwindröschen zeigten 15 Lernort Natur-Aktive aus Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen den Kindern die heimische Flora und Fauna und vermittelten das jagdliche Brauchtum. Unter den fachkundigen Augen von vier Lernort Natur-Referenten des DJV demonstrierten die Teilnehmer des „Lernort Natur Trainings“ ihr Können in der Naturpädagogik und bekamen hilfreiche Tipps für die Gestaltung zukünftiger Einsätze.

Beim Baumstammbalancieren mit verbundenen Augen konnten sich die Kinder körperlich erproben. Ein besonderes Erlebnis war die Münsterländer Hundedame Maya. Sie zeigte, wie Jagdhunde bei Lernort Natur eingesetzt werden können.

Mit diesem Lernort Natur-Seminar gibt der DJV neuen und erfahrenen Lernort Natur-Aktiven regelmäßig die Gelegenheit, sich auf praktische Einsätze vorzubereiten oder ihr Wissen auf den neuesten Stand zu bringen. Wenn nicht nur Jonas aus Bersenbrück am Schluss sagt: „Das war cool!“, dann hat sich der “Samstag auf der Schulbank” gelohnt – für beide Seiten.

Tierposter jetzt auch für den Außeneinsatz

Die beliebten zwölf Motive gibt es nun auch in wetterfester Ausführung auf Forex-Platten.

Die 59 × 84 cm (DIN A1) großen Tafeln sind einfach zu montieren und trotzen jedem Wetter. Vorgebohrte Löcher machen unterschiedlichste Anwendungen möglich. So lassen sich Natur-Lehrpfade einfach aber effekvoll gestalten.

Alle zwölf Motive sind für insgesamt 319 Euro bei der DJV-Service und Marketing GmbH über E-Mail info@djv-service.de oder Telefon 0228/ 38 72 90-0 zu bestellen.

Hier gehts zur Ansicht und Bestellung der Tafeln im Internet.

Neues Schulfach: „Naturbegeisterung“

Biounterricht mal ungewöhnlich: Lernort-Natur-Seminar zeigt Jägern, wie es geht

Wie klingt eigentlich der Wald? Welchem Tier gehören die Spuren auf dem Boden? Kann man in einer Hütte aus Weidenholz wohnen? Und vor allem – wie kann man Kinder für all das begeistern? Das zu vermitteln ist Inhalt der Seminare von Lernort Natur, der Bildungsinitiative des Deutschen Jagdschutzverbandes (DJV), die seit mehr als 20 Jahren besteht. „Natur erleben kann man nicht allein im Klassenzimmer“, sagt DJV-Bildungsreferent Ralf Pütz. „Dazu muss man raus – in die Natur eben.“ Das planen auch 16 Jägerinnen und Jäger, die sich gemeinsam in einem Lernort-Natur-Seminar in Bersenbrück (Kreis Osnabrück) auf ihre praktischen Einsätze mit Schulklassen vorbereiten wollen.
Zu diesem Termin möchten wir Sie herzlich einladen:

Erleben Sie das Abenteuer Lernort Natur
am Samstag, 28. April 2012

Beginn des Lernparcours ab 14 Uhr
(Referentengespräche ab 13 Uhr möglich)

Ort: Waldrand gegenüber der Grundschule
Overbergstraße 3 in 49593 Bersenbrück

Sie haben die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen von Lernort Natur zu werfen und den 16 Lernort Natur-Aktiven in Bersenbrück bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen. So erhalten Sie einen detaillierten Einblick in die vielfältige Weiterbildung der Jäger. Sie können zudem die Aktiven beim Praxistest begleiten: Jäger wenden ihr neues Wissen an und gehen mit Kindern einer Grundschule auf die Pirsch. Die heimische Tier- und Pflanzenwelt wird so auf spannende Weise begreif- und erlebbar. Lernort Natur ist bundesweit mit mehr als 1.500 speziell geschulten Jägerinnen und Jägern eine der größten Umweltbildungsinitiativen Deutschlands. Das DJV-Projekt richtet sich in erster Linie an Kinder und Jugendliche. Im Vordergrund steht dabei das erlebnisorientierte Lernen.

Bereits seit mehr 20 Jahren investieren die Jäger monatlich etwa 6.000 Stunden in ihr ehrenamtliches Engagement, um dem Nachwuchs die heimische Flora und Fauna wieder nahe zu bringen. Die Erfolgsbilanz spricht für sich: Mehr als 200.000 Kinder entdecken so jedes Jahr den Abenteuerspielplatz Natur für sich neu.

Anmeldungen für einen Pressebesuch bitte hier:

DJV-Bildungsreferat
Tel.: (030) 209 13 94-19 oder (030) 209 13 94-0
Fax: (030) 209 13 94-30

E-Mail: info@lernort-natur.de

02. April 2012 (djv) Esslingen

Die Schulbank zwischen Bäumen drücken

Seminarreihe Lernort Natur kompakt 2012 hat begonnen

Wie man den Wald zum Klassenzimmer machen kann, das wollten kürzlich 13 Lernort Natur-Aktive in Esslingen bei Stuttgart erlernen und erfahren. Nachdem die Seminarreihe – übrigens eine der erfolgreichsten Initiativen der Naturpädagogik in Deutschland – in den letzten Jahren vorwiegend in nördlichen Bundesländern stattfand, ging es nun in den sonnigen Süden. Unter Leitung der DJV-Referentin Nathalie Bunke aus Berlin standen zunächst die Grundlagen zu Versicherungen, Aufsichtspflicht, Materialangebote und Finanzierungsmöglichkeiten auf dem Programm. An der frischen Luft machte die Jägerin Bunke dann die praktische Naturpädagogik erlebbar. Dort zeigte Sie Methoden, wie der „Unterrichtsraum Wald“ alters- und zielgruppengerecht genutzt werden kann.

Lehrreich, spannend und anregend, lautete das Fazit der Teilnehmer. Wieder einmal zeigte sich, dass nicht nur Kinder und Jugendliche für die praktische Naturpädagogik begeistert werden können. Mit dieser „Grundausbildung“ bereitet der DJV seit vielen Jahren erfolgreich die Lernort Natur-Aktiven aus den Kreisjägerschaften auf ihre Einsätze in Wald und Flur vor. Und auch „Alte Hasen“ sind dabei, um ihr pädagogisches und organisatorisches Wissen auf zu frischen. Erfreulich ist auch, dass immer mehr externe Teilnehmer, also Mitglieder anderer Verbände oder Nichtmitglieder dabei sind. Der vorwiegend aus Baden-Württemberg stammende Teilnehmerkreis erhält mit diesem „Dreiteiler“ zudem eine Qualifikation zum „Naturpädagogen“, eine Funktion, die der LJV Baden-Württemberg für seine Aktiven etablieren möchte.

Die nächsten beiden Teile finden vom 15. bis 17.Juni und vom 28. bis 30. September 2012 wieder in Esslingen statt und sind bereits ausgebucht. Weitere Seminare sind geplant. Wer jetzt noch einsteigen möchte, kann das gerne tun. Weitere Informationen erhalten Sie von dem DJV-Bildungsreferenten Ralf Pütz: Tel. 030/2091 394-19 oder info@lernort-natur.de.

Lernort Natur macht man am besten draußen. Seminare auch. (Foto: Pütz)

16. März 2012 (djv) Bochum

Lebendig auch nach dem Tod

Jäger informieren sich an Europas einziger Präparatorenschule in Bochum

Bochum? Da denkt manch einer an Currywurst, Stahlbau oder Opelwerke. Doch die Großstadt im Ruhrgebiet beherbergt noch eine Besonderheit: Europas einzige Präparatorenschule. Zu dieser zog es kürzlich eine Gruppe von Jägerinnen und Jägern, die sich über die rechtlichen Fragen im Umgang mit Präparaten informieren wollten. Der Deutsche Jagdschutzverband (DJV) veranstaltete im Rahmen seiner Bildungsinitiative Lernort Natur das Seminar „Präparate – Recht und Praxis“. Begleitet wurden die Teilnehmer von der Präparatorin und Leiterin der Schule Ute Ledebur sowie von Roswitha Fendel, die im Umweltamt der Stadt Bochum für artgeschützte Tiere zuständig ist.

Roswitha Fendel beleuchtete zunächst das Bundesnaturschutzgesetz, nach dem der Erwerb von und Umgang mit Präparaten besonders geschützter Arten klar geregelt ist. Entsprechende Tiere und Pflanzen unterliegen Besitz- und Handelsbeschränkungen. Viele Lernort Natur-Aktive sind nach wie vor unsicher im Umgang mit Präparaten. „Das ist aber unnötig, wenn Herkunftsnachweis und behördliche Genehmigung stimmen“, erklärt Fendel. Gefragt wurde zudem nach möglichen Gesundheitsschädigungen durch „vergiftete“ Präparate. Hier kann entwarnt werden: Gefährdungen durch Präparatemittel sind kaum gegeben.

In dem sich anschließenden Praxisteil zeigte Ute Ledebur die Arbeit eines Präparators und was Schüler in den Kursen lernen können. Dass sich Theorie und Praxis nicht gleichen, wurde den Teilnehmern anschließend klar: Mit einfachen Präparationsmaterialien stellten sie aus Silikonformen Abgüsse her. Der Besuch gab den Anstoß für ein mehrtägiges Praxistraining. Der DJV plant Kurse dieser Art in sein Programm aufzunehmen. Ansprechpartner in der DJV-Geschäftsstelle ist Bildungsreferent Ralf Pütz, telefonisch zu erreichen unter: 030-2091394 -19.

Ute Ledebur demonstriert die Technik des Präparierens in Europa´s einziger Präparatorenschule in Bochum.

Jäger präsentieren Projekte zur Umweltbildung

Didacta 2012: Publikumsmagnet Lernort Natur

23. Februar 2012 (djv) Hannover

„Eindeutig die beste didacta, die wir je hatten“, zog Standleiter Ralf Pütz vom Deutschen Jagdschutzverband e.V. (DJV) ein Fazit. An allen fünf Tagen herrschte rund um den Lernort Natur-Stand großer Besucherandrang. War in den letzten Jahren schon ein steigendes Interesse zu spüren und gab es immer schon „Gebrumme“ am Stand, so übertraf die diesjährige Bildungsmesse Mitte Februar in Hannover alle Erwartungen.

Für Begeisterung sorgte eine Schülergruppe der Berufsbildenden Schulen aus Goslar-Baßgeige. Sie zeigte mit ihrem Lehrer Wolfgang Ritzke, wie die handwerkliche Arbeit mit Naturmaterialien im Unterricht eingesetzt werden kann. Der Jäger aus Goslar, integriert Lernort Natur mit großem Erfolg in seinen Unterricht. Das sahen sich Lehrer und Schulleiter sowie Vertreter von kommunalen Behörden aus der Nähe an. Dass Jäger so etwas anbieten, sorgte für Aufmerksamkeit. Mittlerweile ist Lernort Natur zwar vielen bekannt, dennoch wird die Initiative nicht unmittelbar mit der Jägerschaft in Verbindung gebracht. Die bundesweite Initiative besteht bereits seit über 20 Jahren. Sie wurde von der UNESCO als Projekt zur “Bildung für nachhaltige Entwicklung” ausgezeichnet.


Interview mit dem Standleiter des Lernort Natur-Standes Ralf Pütz und Lehrer Wolfgang Ritzke.

Großen Zuspruch fanden wieder die Produkte des DJV für die außerschulische Natur- und Umweltbildung: lehrplanbezogene Unterrichtshilfen, Malbücher, Becherlupen, Bestimmungshilfen, Spiele für alle Altersgruppen. Durch Gespräche mit Vertretern von Schulen, Institutionen und kommunalen Einrichtungen konnten neue Kontakte geknüpft werden.

War es vor zwanzig Jahren noch ungewohnt, als Jäger auf der damals noch kleinen Bildungsmesse didacta auftauchten, so ist heute nichts mehr davon zu spüren. Fast 100 000 Besucher in fünf Tagen belegen das Gegenteil. Nach zwei Jahrzehnten gehören die Jäger mit ihrer Initiative Lernort Natur zu den Urgesteinen der didacta. Wenn heute Leute an den Stand kommen, dann nicht wie damals, um zu schimpfen, sondern um sich zu informieren, um sich Produkte zur Umweltbildung an zu sehen – oder einfach nur um zu staunen.

Schüler der Berufsbildenden Schulen aus Goslar-Baßgeige demonstrieren wie Lernort Natur in den Unterricht integriert werden kann

Sakerfalke, Frettchen Max und Dackel Fine waren die Stars

Falkner sorgen auf Messe Jagd und Hund für unvergessliches Erlebnis bei sehbehinderten Schülern

18. Februar 2012 (haack/djv) Soest/Dortmund/Berlin

Der Orden Deutscher Falkoniere hatte sich mit seinem Messe-Stand auf Schüler der Blinden- und Sehbehinderten Vincke-Schule eingestellt: Die Falknerinnen und Falkner wollten den Kindern das außergewöhnliche Erlebnis verschaffen, verschiedene Greifvögel aus der Nähe zu erleben, vorsichtig zu streicheln, sodass sie mit dem nötigen Respekt die beeindruckende Schärfe der Krallen fühlen konnten. Falkner Frank Schalwat beantworteten alle Fragen der begeisterten und aufgeregten Kinde und erläuterten die Aufgabe der Vögel bei der Beizjagd.

Am Nachbarstand bot sich den interessierten Schülern als weiterer Höhepunkt die Gelegenheit, ein handzahmes Frettchen auf den Arm zu nehmen und zu streicheln. Dabei erklärte der begleitende Jäger die Aufgaben der Frettchen bei der Kaninchenjagd. Zur praktischen Vorstellung der jagdlichen Hundearbeit hatte Sabine Siebern von der Hundeschule Nottuln mit Frieda, Fiene, Puschel und Hailey quirlige Hunde am Stand, die den Kindern die Aufgaben der Jagdhunde vorführten.

Besonderes Vergnügen bereitete dabei Frieda, die auf Zuruf den begeistert als „Flegel“ mitspielenden Kindern einen Hut vom Kopf zog. Dass die Hunde anschließend zur Belohnung jede Menge Streicheleinheiten einheimsten, machte Tieren wie auch Kindern sichtlich Spaß. Wie in den Jahren zuvor war eine Gruppe Realschüler mit einem Betreuerteam in Begleitung von Karlheinz Haack von der KJS als Koordinator der Einladung der Kreisjägerschaft Soest (KJS) zum Besuch der Messe Jagd und Hund gefolgt.

Am Lernort-Natur-Stand des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen (LJV) hatte Waldlehrer Hans Schild ein interessantes Programm zum Thema „Tiere in der Stadt“ vorbereitet, bei dem die Kinder mit Begeisterung bei der Sache waren. Auf einem kurzen Pirschpfad waren knifflige Fragen zu diesem Thema zu beantworten und in einem Fragebogen festzuhalten. Einige Jäger sowie die Betreuer begleiteten die Schüler in kleinen Gruppen auf diesem spannenden Parcours und boten wenn nötig Hilfestellung. Zur abschließenden Belohnung durfte sich jedes Schulkind ein kleines Stofftier selber ausstopfen und zum Kuscheln mitnehmen.

Kein Hinderungsgrund

Lernort Natur-Seminar zeigt die vielfältigen Möglichkeiten der Behindertenpädagogik

Naturpädagogik für Menschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen ist für alle Beteiligten ein besonderes Erlebnis. Die Lernort Natur-Aktivitäten einer steigenden Zahl von Jägervereinigungen zeigen, welche großartigen Möglichkeiten hier vorhanden sind. Das gemeinsame Wirken und Erleben in freier Natur bekommt dabei eine besondere Qualität.

Die Veranstalter müssen bei der Vorbereitung und Durchführung der Einsätze einige organisatorische und pädagogische Besonderheiten berücksichtigen. Dieses Seminar unter der Leitung des erfahrenen Naturpädagogen, Jägers und Falkners Theo Schmidtkunz vermittelt wertvolle methodische Grundlagen und gibt viele praktische Tipps. Die erlebnisreiche Veranstaltung findet sowohl drinnen als auch draußen statt, wo uns ein interessantes Seminarhaus und die reizvolle Landschaft des Hunsrück zur Verfügung stehen werden.

(Das Seminar ist anerkannt als Modul D im Rahmen des Waldpädagogik-Zertifikatskurses Rheinland-Pfalz)

Inhalte:

- Der körperlich und der geistig behinderte Mensch in der Naturpädagogik – Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Behindertenarbeit – Die behindertengerechte Veranstaltungsplanung und -durchführung – Die Methoden der Behindertenarbeit und ihre praktische Anwendung bei LERNORT NATUR – Die Naturpädagogik mit LERNORT NATUR als Integrationsmöglichkeit

Termin: 16.-18.3.2012
Seminarort: Hunsrückhaus am Erbeskopf, Deuselbach (Rheinland-Pfalz)
Teilnahmegebühr: 145 Euro, davon 50 Euro LJV-Anteil. Für Teilnehmer am Zertifikatskurs Waldpädagogik gelten gesonderte Teilnahmegebühren.

Theo Schmidtkunz ist Experte für Exkursionen und Behindertenpädagogik.

Lernort Natur kompakt 2012

Der Dreiteiler diesmal in Baden-Württemberg

Die beliebte und erfolgreiche Seminarreihe „Lernort Natur kompakt“ findet in diesem Jahr an drei Terminen in Esslingen bei Stuttgart statt. Hier erfahren und trainieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Grundlagen der altersgerechten Pädagogik, erlernen Spiele und Aktionen der praktischen Natur- und Waldpädagogik, bekommen zahlreiche Tipps und Hinweise zur Organisation, zu Versicherungs- und Aufsichtsfragen, zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und vielen anderen Themen. Sie erhalten somit eine qualifizierte und qualifizierende Lernort Natur-„Grundausbildung“.

Die Seminarleiter Nathalie Bunke aus Berlin und Peter Vieres aus Bochum sind erfahrene Lernort Natur-Aktive und Trainer. Das Seminar steht allen Interessenten, auch Nichtjägern, offen. Die Teilnahme an allen drei Terminen ist nicht verpflichtend, aber empfehlenswert.

Die Teilnehmergebühr beträgt 145 Euro pro Seminarteil. Der jeweilige LJV übernimmt davon 50 Euro, wenn eine ehrenamtliche Funktion im Verband nachgewiesen wird.

Die Termine:

23.-25. März 2012
15.-17. Juni 2012
28.-30. September 2012

Nathalie Bunke und Peter Vieres erwarten in diesem Jahr die Teilnehmer in Baden-Württemberg

Lernort Natur-Aktive des Monats

Die Tageszeitung „Der Westen“ berichtet über das vielfältige Engagement der Jägerin und Waldpädagogin Sigrid Ruß aus Emmerich:

Hier finden Sie den Artikel

Aktuell

29. November 2011 (djv) Berlin/Goslar

Kein Handwerk ohne Technik: Jägerinnen bauen Sitzmöbel aus Holz

Mach´ was draus!

Seminar in Goslar zeigt die Arbeit mit Naturmaterialien

Lernort Natur bietet eine anregende Fülle von Möglichkeiten, den Unterricht spannend zu gestalten. Eines der wichtigsten Ziele der Initiative ist es, nicht nur audiovisuell Wissen zu vermitteln, sondern durch praktisches Tun (wieder) ein Gefühl für Materialien zu bekommen. Dabei kann das beglückende Gefühl entstehen, etwas vom Anfang bis zum Ende hergestellt zu haben. Dabei lernt der „Produzent“ gleichzeitig noch etwas über die Beschaffenheit von Stoffen wie Hölzer und Metalle sowie die Funktionsweise von Arbeitsgeräten.

Können nur Kinder und Jugendliche auf diese Weise stundenlang beschäftigt werden? Nein! Die Faszination ergriff auch zwölf Jägerinnen und Jäger beim Seminar „Lernort Natur handwerklich“ vom 4.-6. November in Goslar im Harz. Der niedersächsische Lernort Natur-Pädagoge Wolfgang Ritzke zeigte, wie mit einfachen Mitteln kleine Möbel, Ohrenkneifer- und Solitärbienenkästen hergestellt werden können. Und er vermittelte darüber hinaus, wie mit diesen Tätigkeiten Unterricht gestaltet werden kann. Dafür stand den sägenden und schraubenden Grünröcken eine komplette Werkstatt zur Verfügung.

Wie Forellen fachgerecht ausgenommen und geräuchert werden lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom Angler und Imker Stefan Waßhausen. Ritzke, der als Lehrer an den Berufsbildenden Schulen in Goslar-Bassgeige die Lernort Natur-Methodik in den Unterricht integriert, hat mit seinem Einsatz viel Erfolg: „Lernort Natur und das ganze jagdliche Umfeld bieten so viele fantastische Möglichkeiten, jungen Menschen eine Perspektive zu geben. Die Arbeit in und mit der Natur hat einen großen positiven Einfluss“, erläuterte Ritzke sein Engagement und veranstaltete einen Teil des Seminars in der „Lernort-Natur-Hütte“ im Goslarer Forst.

Erika Ritzke zeigte außerdem, wie aus Kräutern und Früchten der Region hochwertige Lebensmittel hergestellt werden können, die zudem auch noch viel besser schmecken als Lebensmittel aus industrieller Massenproduktion, die häufig um den halben Erdball reisen, bis sie auf unserem Tisch landen. Ein Seminar, welches das große Potential von Lernort Natur besonders eindrucksvoll demonstrierte. Ein Seminar, das auf Wunsch der Teilnehmer noch mal stattfindet. Über den neuen Termin informieren wir rechtzeitig.

25.10.2011 (djv) Berlin

Das praktische Seminar: Lernort Natur handwerklich

Holzhäuser für Bienen und Ohrenkneifer

Dass Lernort Natur vielfältige pädagogische Möglichkeiten bereit hält, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Es bietet auch viel Raum für praktische Tätigkeiten. Bei der Arbeit mit Naturmaterialien zeigen sich die faszinierenden Möglichkeiten, die die Naturpädagogik für jede Altersgruppe bereit hält.

Der Lernort Natur-Pädagoge Wolfgang Ritzke zeigt bei diesem Praxisseminar, wie Solitärbienenhäuser und „Einfamilienhäuser“ für Ohrenkneifer gebaut und aus Grünholz Naturhocker und Blumenrahmen hergestellt werden.

Weiter auf dem Programm: Forellenräuchern und Verkostung von selbst produzierten Nahrungsmitteln. In einem weíteren Teil werden konkrete Beispiele für Projekte und pädagogische Einsatzfelder dieser handwerklichen Maßnahmen gezeigt. Und auch diesmal geht es um Fragen der Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit.

Die Teilnehmerzahl bei diesem spannenden und abwechslungsreichen Seminar ist aus methodischen und organisatorischen Gründen auf 12 Personen begrenzt. Für Inhaber eines gültigen Jagdscheins sowie Interessierte besteht außerdem eine Ansitzmöglichkeit abends oder morgens (Wildbretübernahme erwünscht).

Seminarleitung: Wolfgang Ritzke
Termin: 4. – 6.11.2011
Ort: Goslar
Teilnahmegebühr: 145 Euro (abzgl. 50 Euro LJV-Anteil nach entsprechender Bewilligung).

Anmeldung bitte bis sofort per E-Mail: info@lernort-natur.de oder
Telefon: 030 / 2091394-19

Lernort Natur der Generationen

1000 x Lachen stand auf der Wunschliste der Teilnehmer am 2. Teil der diesjährigen Seminarreihe Lernort Natur Kompakt. Vom 17.-19. Juni kamen 17 Lernort Natur-Aktive aus 5 Bundesländern nach Bielefeld. Die ältesten waren über 70 Jahre, die jüngsten 14 Jahre alt.

Internationaler Museumstag - auch in Brüggen!

Die Beteiligung des Burgmuseums Mensch und Jagd am Internationalen Museumstag hinterlässt Spuren im Gedächtnis der Gäste – passend zum Veranstaltungsmotto: “Museen, unser Gedächtnis”. Denn das Bogenschießen als historische Jagdform war ein absolutes Highlight, trotz Wind und Wetter. Kein Wunder, wenn Bär und Wolf, Sau und Hirsch zur Burg locken, allesamt als Botschafter für den lohnenden Museumsbesuch! Verteilt im Ortskern weckten sie stets das Interesse, den Pfeilen zum “Pfeil- und Bogenschießen” zu folgen.

Sogar Kinder durften einmal mit Pfeil und Bogen schießen, spannend und sehr beeindruckend – nicht nur für die Eltern! “Schön zu sehen, welchen Anreiz diese Urform des Jagens in sich trägt”, kommentiert Frau Happ, Museumsleiterin. “Umso plakativer sind unsere Aussagen in der neuen Museumsabteilung Die Geschichte der Jagd.” Dennoch brauchte sich niemand sein Essen zu schießen. Denn die Grillwürstchen gab es am Stand der Elterninitiative “Kindertraum Nettetal e.V.” Ein rundum guter Museumstag, bei Museumswetter!

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