05.02.2012, 10:29 Uhr

Jägerinnen und Jäger bieten Natur- und Umweltbildung, Waldpädagogik, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Biologie- und Sachkundeunterricht, Erlebnispädagogik und noch viel mehr. Lernen in und von der Natur, das ist unsere “Philosophie”.
Naturpädagogik für Menschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen ist für alle Beteiligten ein besonderes Erlebnis. Die Lernort Natur-Aktivitäten einer steigenden Zahl von Jägervereinigungen zeigen, welche großartigen Möglichkeiten hier vorhanden sind. Das gemeinsame Wirken und Erleben in freier Natur bekommt dabei eine besondere Qualität.
Die Veranstalter müssen bei der Vorbereitung und Durchführung der Einsätze einige organisatorische und pädagogische Besonderheiten berücksichtigen. Dieses Seminar unter der Leitung des erfahrenen Naturpädagogen, Jägers und Falkners Theo Schmidtkunz vermittelt wertvolle methodische Grundlagen und gibt viele praktische Tipps. Die erlebnisreiche Veranstaltung findet sowohl drinnen als auch draußen statt, wo uns ein interessantes Seminarhaus und die reizvolle Landschaft des Hunsrück zur Verfügung stehen werden.
(Das Seminar ist anerkannt als Modul D im Rahmen des Waldpädagogik-Zertifikatskurses Rheinland-Pfalz)
Inhalte:
- Der körperlich und der geistig behinderte Mensch in der Naturpädagogik – Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Behindertenarbeit – Die behindertengerechte Veranstaltungsplanung und -durchführung – Die Methoden der Behindertenarbeit und ihre praktische Anwendung bei LERNORT NATUR – Die Naturpädagogik mit LERNORT NATUR als Integrationsmöglichkeit
Termin: 16.-18.3.2012
Seminarort: Hunsrückhaus am Erbeskopf, Deuselbach (Rheinland-Pfalz)
Teilnahmegebühr: 145 Euro, davon 50 Euro LJV-Anteil. Für Teilnehmer am Zertifikatskurs Waldpädagogik gelten gesonderte Teilnahmegebühren.

Theo Schmidtkunz ist Experte für Exkursionen und Behindertenpädagogik.
Die beliebte und erfolgreiche Seminarreihe „Lernort Natur kompakt“ findet in diesem Jahr an drei Terminen in Esslingen bei Stuttgart statt. Hier erfahren und trainieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Grundlagen der altersgerechten Pädagogik, erlernen Spiele und Aktionen der praktischen Natur- und Waldpädagogik, bekommen zahlreiche Tipps und Hinweise zur Organisation, zu Versicherungs- und Aufsichtsfragen, zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und vielen anderen Themen. Sie erhalten somit eine qualifizierte und qualifizierende Lernort Natur-„Grundausbildung“.
Die Seminarleiter Nathalie Bunke aus Berlin und Peter Vieres aus Bochum sind erfahrene Lernort Natur-Aktive und Trainer. Das Seminar steht allen Interessenten, auch Nichtjägern, offen. Die Teilnahme an allen drei Terminen ist nicht verpflichtend, aber empfehlenswert.
Die Teilnehmergebühr beträgt 145 Euro pro Seminarteil. Der jeweilige LJV übernimmt davon 50 Euro, wenn eine ehrenamtliche Funktion im Verband nachgewiesen wird.
Die Termine:
23.-25. März 2012
15.-17. Juni 2012
28.-30. September 2012

Nathalie Bunke und Peter Vieres erwarten in diesem Jahr die Teilnehmer in Baden-Württemberg
29. November 2011 (djv) Berlin/Goslar

Kein Handwerk ohne Technik: Jägerinnen bauen Sitzmöbel aus Holz
Lernort Natur bietet eine anregende Fülle von Möglichkeiten, den Unterricht spannend zu gestalten. Eines der wichtigsten Ziele der Initiative ist es, nicht nur audiovisuell Wissen zu vermitteln, sondern durch praktisches Tun (wieder) ein Gefühl für Materialien zu bekommen. Dabei kann das beglückende Gefühl entstehen, etwas vom Anfang bis zum Ende hergestellt zu haben. Dabei lernt der „Produzent“ gleichzeitig noch etwas über die Beschaffenheit von Stoffen wie Hölzer und Metalle sowie die Funktionsweise von Arbeitsgeräten.
Können nur Kinder und Jugendliche auf diese Weise stundenlang beschäftigt werden? Nein! Die Faszination ergriff auch zwölf Jägerinnen und Jäger beim Seminar „Lernort Natur handwerklich“ vom 4.-6. November in Goslar im Harz. Der niedersächsische Lernort Natur-Pädagoge Wolfgang Ritzke zeigte, wie mit einfachen Mitteln kleine Möbel, Ohrenkneifer- und Solitärbienenkästen hergestellt werden können. Und er vermittelte darüber hinaus, wie mit diesen Tätigkeiten Unterricht gestaltet werden kann. Dafür stand den sägenden und schraubenden Grünröcken eine komplette Werkstatt zur Verfügung.
Wie Forellen fachgerecht ausgenommen und geräuchert werden lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom Angler und Imker Stefan Waßhausen. Ritzke, der als Lehrer an den Berufsbildenden Schulen in Goslar-Bassgeige die Lernort Natur-Methodik in den Unterricht integriert, hat mit seinem Einsatz viel Erfolg: „Lernort Natur und das ganze jagdliche Umfeld bieten so viele fantastische Möglichkeiten, jungen Menschen eine Perspektive zu geben. Die Arbeit in und mit der Natur hat einen großen positiven Einfluss“, erläuterte Ritzke sein Engagement und veranstaltete einen Teil des Seminars in der „Lernort-Natur-Hütte“ im Goslarer Forst.
Erika Ritzke zeigte außerdem, wie aus Kräutern und Früchten der Region hochwertige Lebensmittel hergestellt werden können, die zudem auch noch viel besser schmecken als Lebensmittel aus industrieller Massenproduktion, die häufig um den halben Erdball reisen, bis sie auf unserem Tisch landen. Ein Seminar, welches das große Potential von Lernort Natur besonders eindrucksvoll demonstrierte. Ein Seminar, das auf Wunsch der Teilnehmer noch mal stattfindet. Über den neuen Termin informieren wir rechtzeitig.
25.10.2011 (djv) Berlin

Dass Lernort Natur vielfältige pädagogische Möglichkeiten bereit hält, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Es bietet auch viel Raum für praktische Tätigkeiten. Bei der Arbeit mit Naturmaterialien zeigen sich die faszinierenden Möglichkeiten, die die Naturpädagogik für jede Altersgruppe bereit hält.
Der Lernort Natur-Pädagoge Wolfgang Ritzke zeigt bei diesem Praxisseminar, wie Solitärbienenhäuser und „Einfamilienhäuser“ für Ohrenkneifer gebaut und aus Grünholz Naturhocker und Blumenrahmen hergestellt werden.
Weiter auf dem Programm: Forellenräuchern und Verkostung von selbst produzierten Nahrungsmitteln. In einem weíteren Teil werden konkrete Beispiele für Projekte und pädagogische Einsatzfelder dieser handwerklichen Maßnahmen gezeigt. Und auch diesmal geht es um Fragen der Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit.
Die Teilnehmerzahl bei diesem spannenden und abwechslungsreichen Seminar ist aus methodischen und organisatorischen Gründen auf 12 Personen begrenzt. Für Inhaber eines gültigen Jagdscheins sowie Interessierte besteht außerdem eine Ansitzmöglichkeit abends oder morgens (Wildbretübernahme erwünscht).
Seminarleitung: Wolfgang Ritzke
Termin: 4. – 6.11.2011
Ort: Goslar
Teilnahmegebühr: 145 Euro (abzgl. 50 Euro LJV-Anteil nach entsprechender Bewilligung).
Anmeldung bitte bis sofort per E-Mail: info@lernort-natur.de oder
Telefon: 030 / 2091394-19

1000 x Lachen stand auf der Wunschliste der Teilnehmer am 2. Teil der diesjährigen Seminarreihe Lernort Natur Kompakt. Vom 17.-19. Juni kamen 17 Lernort Natur-Aktive aus 5 Bundesländern nach Bielefeld. Die ältesten waren über 70 Jahre, die jüngsten 14 Jahre alt.

Die Beteiligung des Burgmuseums Mensch und Jagd am Internationalen Museumstag hinterlässt Spuren im Gedächtnis der Gäste – passend zum Veranstaltungsmotto: “Museen, unser Gedächtnis”. Denn das Bogenschießen als historische Jagdform war ein absolutes Highlight, trotz Wind und Wetter. Kein Wunder, wenn Bär und Wolf, Sau und Hirsch zur Burg locken, allesamt als Botschafter für den lohnenden Museumsbesuch! Verteilt im Ortskern weckten sie stets das Interesse, den Pfeilen zum “Pfeil- und Bogenschießen” zu folgen.
Sogar Kinder durften einmal mit Pfeil und Bogen schießen, spannend und sehr beeindruckend – nicht nur für die Eltern! “Schön zu sehen, welchen Anreiz diese Urform des Jagens in sich trägt”, kommentiert Frau Happ, Museumsleiterin. “Umso plakativer sind unsere Aussagen in der neuen Museumsabteilung Die Geschichte der Jagd.” Dennoch brauchte sich niemand sein Essen zu schießen. Denn die Grillwürstchen gab es am Stand der Elterninitiative “Kindertraum Nettetal e.V.” Ein rundum guter Museumstag, bei Museumswetter!
